Tierlexikon: Australisches Buschhuhn

Australisches Buschhuhn im Raritätenzoo Ebbs – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Alectura lathami
Verbreitung kontinental:
Australien
Verbreitung regional:
Australien
Lebensraum:
tropische Regenwälder
Gattung:
Alectura
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Das Australische Buschhuhn lebt in Gruppen, die von einem dominanten Männchen angeführt wird und zu dem verschiedene Weibchen, aber auch mehrere jüngere Männchen gehören. Wenn es wach ist verbringt das Australische Buschhuhn die meiste Zeit auf dem Boden, zum Schlafen und während der Mittagshitze fliegen sie aber auf Bäume.
Das Australische Buschhuhn hat ein schwarz-weißes Gefieder, Kopf und Hals sind kahl und haben eine rote Haut, zudem besitzt es einen gelben Kehlkopf, der beim Männchen während der Paarungszeit anschwillt. Das Australische Buschhuhn ist zwar in der Lage zu fliegen, tut dies allerdings nur selten und ist dabei sehr schwerfällig.
Das Australische Buschhuhn ist ein Allesfresser. Auf seinem Speiseplan stehen neben Samen und Früchten auch Insekten.
Buschhühner werden oft an Picknick-, oder Camping-Plätzen beobachtet, wo sie sich zutraulich von den Touristen füttern lassen.

Das Australische Buschhuhn und sein Bruthaufen

Das Australische Buschhuhn baut kein Nest im eigentlichen Sinn, es brütet auch nicht wie andere Vögel. Beim Australischen Buschhuhn schart das Männchen einen Laubhaufen von etwa einem Meter Höhe und vier Metern Durchmesser zusammen. In diesen Haufen legen alle Weibchen der Gruppe insgesamt bis zu 50 Eier. Diese werden gezielt in über einem halben Meter Tiefe und immer etwa einen Viertel von einander entfernt platziert und mit der Spitze nach unten vergraben.
Durch das Verrotten des Laubs entsteht Wärme, welche die Eier ausbrütet. Damit auch immer konstant etwa 34 °C herrschen, entfernt das Männchen immer wieder Laub oder legt welches darauf. Wenn die Jungvögel dann nach etwa zwei Monaten schlüpfen, müssen sie sich selbst aus dem Hügel graben und sind sofort auf sich allein gestellt.
Der Bruthaufen macht das Männchen aber auch schnell zum Opfer von Raubtieren, da es seine Brut verteidigt und nicht von seiner Seite weicht. Nicht selten findet man neben den Haufen verendete Eierdiebe, wie Eidechsen oder Schlangen mit schweren Wunden durch Schnabelhiebe, aber auch die Überreste von männlichen Buschhühner die Raubtieren, wie dem Dingo zum Opfer gefallen sind. In öffentlichen Parks übernehmen sie manchmal, zum Ärger der Gärtner, aufgeschüttete Komposthaufen.