Tierlexikon: Azara-Aguti

Azzara-Aguti im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Azzara-Aguti im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Dasyprocta azarae
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Brasilien, Paraguay
Lebensraum:
Regenwälder und Sumpfland
Gattung:
Agutis
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: zu wenige Daten

Das Azara-Aguti lebt in Familiengruppen, die aus einem Pärchen und deren Nachwuchs bestehen. Sie gelten als sehr soziale Tiere, die viel Zeit mit gegenseitiger Fellpflege verbringen. Sie beanspruchen ein eigenes Revier, das sie sehr aggressiv gegenüber Artgenossen verteidigen. Das Azara-Aguti ist tagaktiv und verbringt die Nacht in selbstgebauten Höhlen, die meist unter Steinen selbst gegraben werden oder in dichter Bodenvegetation.
Das Azara-Aguti kann bis zu einem halben Meter lang und etwa vier Kilo schwer werden. Charakteristisch ist das grünlich-braune, glänzende Fell.
Azara-Agutis sind Allesfresser, die aber hauptsächlich pflanzliche Nahrung zu sich nehmen. Auf dem Speiseplan stehen Samen, Wurzeln Knollen und Früchte. Wenn das pflanzliche Futter allerdings knapp wird, vertilgen sie auch Insekten und deren Larven. Zum Fressen setzt sich das Azara-Aguti meist auf die Hinterbeine und hält das Futter zwischen den Vorderpfoten, während es frisst.
Wenn sich bei den Azara-Agutis einmal ein Paar gefunden hat, bleibt es in der Regel ein Leben lang zusammen. Nach knapp vier Monaten Trächtigkeit bringt das Weibchen in einer Höhle bis zu drei Jungtiere zur Welt. Der Nachwuchs wird etwa vier Monate gesäugt, ehe er selbstständig wird. Er bleibt allerdings noch bis zur nächsten Niederkunft der Mutter bei den Eltern.
Das Azara-Aguti ist bisher nicht sonderlich gut erforscht, weshalb auch zur Zeit kein Gefährdungsstatus angegeben werden kann. Seinen Namen hat es von dem spanischen Kommandanten Felix Manuel de Azara, der im Jahre 1781 die Erkundung Paraguays anführte.