Tierlexikon: Brahma

Brahma im Jurazoo Neumarkt 2013 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
Domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Gallus gallus f. domestica
Ursprung kontinental:
Amerika
Ursprung regional:
USA

Das Brahma wurde zum ersten Mal erwähnt, als es ein gewisser Chamberlain einigen Matrosen am New Yorker Hafen abgekaufte. Über die vorherige Geschichte ist nichts bekannt. Sicher ist, dass Brahmas im 19.Jahrhundert nach Europa kamen und die Art über England ihren Weg nach Deutschland fand. Man geht davon aus, dass das Brahma aus Kreuzungen zwischen Cochin-, Malaien- und Chittagong-Hühnern hervor gegangen ist und damit auch asiatische Wurzeln haben muss.
Das Brahma zeichnet sich durch einen breiten und kräftigen Körperbau, ein dichtes Gefieder und die Federn auf den Beinen aus. Der Kamm dieser Hühnerrasse ist im Gegensatz zum restlichen Körper eher klein und die Kopfform ähnelt einem Adler. Brahmas sind sehr anfällig für Stress, manchmal erleiden sie einen Herzanfall und fallen, ohne für den Halter ersichtlichen Grund, einfach tot um.
Das Brahma ist ein Allesfresser, dessen Nahrung zu mehr als zwei Dritteln aus Fleisch besteht. Es ist ein guter, tagaktiver Jäger, es fängt nicht nur Würmer und Insekten, sondern erbeutet auch Jungvögel und Mäuse. Fängt es lebende Beute, wird das Opfer per Genickbruch getötet und dann mit dem scharfen Schnabel zerhackt oder gleich im Ganzen verschluckt. Manchmal geht das Brahma aber auch nachts auf die Suche nach Würmern, wobei es erst lange nach dem Sonnenuntergang seinen Schlafplatz verlässt und den Mondschein nutzt, ehe es vor lange Zeit vor Sonnenaufgang wieder zurück kehrt und weiter schläft.
Vor dem Ersten Weltkrieg war das Brahma ein beliebtes Rassehuhn und wurde oft gehalten. Die beiden großen Kriege beendeten das jedoch abrupt, da Hühner in dieser Größe sehr viel Futter benötigen, welches zu dieser Zeit nicht besonders leicht zu bekommen war. Zudem legen Brahmas auch nur Eier, die genauso groß sind wie der konventioneller Hühnerrassen.