Tierlexikon: Brauner Maki

Aufgenommen im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein:
Wissenschaftlicher Name:
Eulemur fulvus
Verbreitung kontinental:
Afrika – Madagaskar
Verbreitung regional:
Nordmadagaskar, Nordwestmadagaskar und Ostmadagaskar
Lebensraum:
Tropische Regenwälder
Gattung:
Große Makis
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gering gefährdet

Braune Makis leben in Horden, je nach Unterart, von bis zu 40 Tieren. Anders als bei den meisten Lemurenarten sind Männchen und Weibchen äußerlich kaum zu unterscheiden und außerdem haben bei ihnen die Männchen das Sagen. Sie kommen auf Madagaskar in drei großen, nicht miteinander verbundenen, Gebieten vor: Im Osten, Norden und Nordwesten. Man geht allerdings davon aus, dass diese Populationen vor der Besiedlung durch den Menschen verbunden waren.
Die Makis sind hauptsächlich tagaktiv, nutzen aber auch Vollmondnächte zur Nahrungssuche. Sie ernähren sich eigentlich nur von Pflanzen, greifen aber in der Not auch auf Insekten und Vogeleier zurück.
Bei der Orientierung spielt das Sehen keine so große Rolle, man vermutet dass sie sich an Duftspuren, die sie selbst gelegt haben, oder an denen von anderen Lemuren orientieren. Innerhalb der Gruppe spielt die gegenseitige Fellpflege eine große Rolle. Ein deutliches Merkmal ist die Putzkralle, die sich aus dem Zeigefinger an Vorder- und Hinterbeinen ausgebildet hat. Der buschige Schwanz dient als Balancierehilfe und ihre fuchsähnlichen Schnauzen sind immer feucht, dies verstärkt die Wahrnehmung von Gerüchen. Ihr einziger Fressfeind ist der Fossa.

Wie kleine Makis groß werden

Der Nachwuchs kommt in der Regel nach etwa viermonatiger Schwangerschaft im September bis November zur Welt. Gleich nach der Geburt wiegt das Junge gerade einmal bis zu 70 Gramm und hält sich dann die ersten drei Wochen am Bauch der Mutter fest. Danach wird es auf dem Rücken getragen, wechselt auch einmal auf den Rücken des Vaters oder anderer Familienmitglieder und fängt an langsam feste Nahrung zu sich zu nehmen.

Bedrohungen für den Braunen Maki

Die größte Gefahr für diese Art geht von der Zerstörung ihres natürlichen Lebensraums aus, die im Osten Madagaskars am schlimmsten ist. Auch eine immer stärker werdende Bejagung wird den Tieren zum Verhängnis, für die explosiv wachsende Bevölkerung sind sie billige Fleischlieferanten. Weltweit werden in etwa 40 Zoos Braune Makis gehalten und gezüchtet.