Tierlexikon: Brautente

Aufgenommen im Tierpark Hellabrunn 2012 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Aix sponsa
Verbreitung kontinental:
Amerika, Europa
Verbreitung regional:
Kanada, Kuba, Mexiko, Saint Pierre und Miquelon, USA, Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Bermuda, Bonaire, Sint Eustatius und Saba, Cayman Inseln, Curaçao, Dänemark, Dominica, Haiti, Island, Jamaika, Martinique, Montserrat, Portugal, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Sint Maarten, Kanarische Inseln, Turks- und Caicosinseln
Lebensraum:
Teiche, Seen und Sümpfe
Gattung:
Aix
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Brautenten leben in der Regel paarweise oder in kleinen Gruppen, im Winter wurden allerdings auch schon Ansammlungen von mehr als 1.000 Tieren gesichtet. Sie ist die häufigste Ente Nordamerikas.
Bei den Brautenten ist das Männchen besonders während der Paarungszeit bunt gefärbt, während das Weibchen immer schlicht braune Federn hat. Sie gilt als besonders guter Flieger, der sehr manövrierfähig ist. Die Bestände im nördlichen Nordamerika ziehen über den Winter in den in die südlichen US-Staaten und nach Mexiko. Die Gruppen im mittleren Nordamerika bleiben das ganze Jahr in ihrem Revier. Der nächste Verwandte der Brautente ist die ursprünglich in Asien lebende Mandarinente.
Die Brautente ist eigentlich ein Allesfresser, ernährt sich allerdings fast ausschließlich von pflanzlicher Nahrung. Nur während der Paarungszeit greift sie auf tierisches Eiweiß in Form von Insekten und Schnecken zurück.
Die Brautente brütet in verlassenen Spechthöhlen in Bäumen auf bis zu zehn Metern Höhe. Das Weibchen legt bis zu 15 Eier, die etwa einen Monat lang ausgebrütet werden. Bereits wenige Tage nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest und springen auf den Erdboden, ehe sie ihren Eltern ins Wasser folgen. Das kann durchaus gefährlich aussehen, wird aber von den Küken meist ohne Verletzung überstanden.
Zu Beginn des 20.Jahrhunderts gingen die Bestände so rapide zurück, dass man vom baldigen Aussterben der Brautente ausgehen musste. Zahlreiche Schutzmaßnahmen sorgten allerdings dafür, dass sich Art wieder gut erholte und heute als nicht gefährdet gilt. Die gefährlichsten Fressfeinde für die Brautente sind neben Waschbären und Füchsen, Ochsenfrösche, Schnappschildkröten oder Forellenbarsche.