Tierlexikon: Chabo

Chabos im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto: M.Schmid

Allgemein
domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Gallus gallus f. domestica
Ursprung kontinental:
Asien
Ursprung regional:
Japan

Das Chabo wurde wahrscheinlich in Japan im 16.Jahrhundert erstmalig erwähnt. Bei ihrer Einführung in England nannte man es „Japanese Bantam“, der Name Chabo stammt aus dem japanischen und verweist auf Südostasien, wo wahrscheinlich die Wildform herstammt. Man geht davon aus, dass sie aus der Region Chamba im heutigen Thailand etwa um 1615 nach Japan kamen. Nach Deutschland wurden sie erstmalig im Jahre 1860 importiert.
Das Chabo gehört zu den sogenannten Urzwergen, das bedeutet, dass sie schon immer in kleiner Form gezüchtet wurden und nicht aus einer anderen Zuchtrasse hervor gingen. Heute teilt man das Chabo in Unterarten, die nach der Größe ihres Kamms und Kehllappens, wie das Higo Chabo, oder nach der Gefiederfärbung, wie das weiße Okina Chabo, unterschieden werden. Zudem gibt es gelockte Tiere und auch Vögel mit Seidenfedern. Wichtig für die Rasse ist ein kurzer Körper, aber eine breite Brust. Sie sind durchschnittlich nur etwa ein halbes Kilo schwer.
Das Chabo ist wegen seiner geringen Größe und aus ästhetischen Gründen auch heute noch ein beliebtes oft gehalten und gezüchtetes Haushuhn. Sein wirtschaftlicher Nutzen, wie Eierproduktion oder sein Fleisch, ist kaum nennenswert.