Tierlexikon: Coscorobaschwan

Aufgenommen im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Coscoroba coscoroba
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Brasilien, Chile, Falkland Inseln, Paraguay, Uruguay
Lebensraum:
Seen, Sümpfe und Flachwasserseen der Pampa
Gattung:
Coscorobaschwäne
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Coscorobaschwäne leben in Gruppen von bis zu 50 Tieren. Die südlichen Populationen ziehen im Winter Richtung Norden, die Vögel im mittleren Südamerika bleiben das ganze Jahr in ihrem Revier.
Coscorobaschwäne haben ein schlicht weißes Gefieder mit an den Flügelenden schwarzen Spitzen und einen roten Schnabel, sowie rote Beine. Er kann knapp einen Meter groß und etwa dreieinhalb Kilo schwer werden. Der Coscorobaschwan zeigt deutliche Merkmale von Pfeifgänsen und Schwänen, da aber die der Schwäne überwiegen wird er eher dieser Familie zugeordnet.
Der Coscorobaschwan ist ein Allesfresser, der zwar hauptsächlich Wasserpflanzen, aber auch kleine Fische, Muscheln oder Schnecken frisst.
Coscorobaschwäne bauen ihr großes Nest im Uferbereich von Gewässern aus Schlamm, Pflanzenteilen und eigenen Federn. Hat sich ein Pärchen einmal gefunden bleibt es sich in der Regel auch ein Leben lang treu. Das Weibchen legt bis zu neun Eier, die es etwas länger als einen Monat alleine ausbrütet. Sind die Jungen dann geschlüpft, hilft auch das Männchen die drei Monate bis die Jungvögel selbstständig werden, bei der Aufzucht. Die Hauptaufgabe des Männchens ist allerdings der Schutz der gesamten Familie.
Seit etwa 1870 werden Coscorobaschwäne in Europa gehalten und gezüchtet. Sie sind jedoch keine häufigen Ziervögel und werden eher in Zoos gehalten, was wahrscheinlich mit ihrem schlichten Aussehen und ihrem, speziell während der Brutzeit, aggressiveren Verhalten zusammenhängt.