Tierlexikon: Dianameerkatze

Aufgenommen im Tierpark Hellabrunn 2012 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein:
wissenschaftlicher Name:
Cercopithecus diana
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Guinea, Sierra Leone, Elfenbeinküste, Liberia und Ghana
Lebensraum:
Waldränder des tropischen Regenwaldes
Gattung:
Meerkatzen
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gefährdet

Dianameerkatzen leben in den höchsten Wipfeln des Regenwaldes und sind daher in freier Wildbahn nur schwer zu beobachten. Die Horden von bis zu 30 Tieren verständigen sich eher durch Körperhaltung als durch Mimik und Laute, so wird z.B.die auffälige Färbung des Hinterteils für das Imponierverhalten genutzt. Interessant ist das Verhältnis der Schwanzlänge zum Körper, denn der Schwanz ist mit bis zu 75 cm fast noch einmal um ein Drittel länger als der Rest des Körpers. Hätte eine Hauskatze dasselbe Schwanz-Köper-Verhältnis müsste ihr Schwanz mehr als dreimal solang sein, als er eigentlich ist.
Dianameerkatzen sind Allesfresser, auf ihrem Speiseplan stehen hauptsächlich Früchte, Blätter und Insekten (Spinnen werden mit samt der Spinnweben gefressen). Um beim Fressen nicht gestört zu werden sammeln Dianameerkatzen gelegentlich ihre Nahrung in Backentaschen und tragen sie so unbemerkt von den andern Tieren davon.
Um ihre Artgenossen vor Angreifern zu warnen,nutzen Dianameerkatzen Laute, die sich je nach Art des Räubers unterscheiden.
Zu den Feinden der Dianameerkatze zählen neben Schlangen, Greifvögeln und Leoparden erstaunlicherweise auch Paviane.

Was hat die Meerkatze mit dem Meer zu tun?

Das Wort „Meerkatze“ ist die europäische Fehlübersetzung des indischen Wortes „Markata“, das Rhesusaffe bedeutet. Da das gemeine Volk zur Zeit der Kolonialisierung noch nicht viel über Affen wusste, wurden der Begriff mit den afrikanischen Arten besetzt.