Tierlexikon: Fischkatze

Aufgenommen in Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein:
Wissenschaftlicher Name:
Prionailurus viverrinus
Verbreitung kontinental:
Asien
Verbreitung regional:
Pakistan, Indien, Sri Lanka, Nepal, Myanmar, Laos, Vietnam, Thailand, Kambodscha, Malaysia und Indonesien
Lebensraum:
Sümpfe, Seen, langsam fließende Flüsse und Wälder in Gewässernähe
Gattung:
Altkatzen
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: stark gefährdet

Fischkatzen sind Einzelgänger, die nur zur Paarungszeit kurz zusammen bleiben. Sie haben mit bis zu 20 km2 sehr große Jagdgebiete, in denen sie meistens nachts unterwegs sind.
Ihr nächster Verwandter ist die Bengalkatze, die jedoch deutlich kleiner ist. Im Regelfall frisst die Fischkatze, wie ihr Namen schon sagt, Fisch. Sollte sie aber an Land auf Beutezug gehen reicht die Bandbreite ihrer Beute von Mäusen bis hin zu Lämmern, die auch ohne Probleme erbeuten können. Sie lauert ihrer Beute auf und erlegt sie im Sprung. Ihre Krallen sind nicht einziehbar, ähnlich wie beim Geparden.
Die Fischkatze gilt seit 2008 als stark gefährdet, Schätzungen zufolge wurde ihr Bestand seit 1990 beinahe halbiert. Im Moment rechnet man mit weniger als 10.000 freilebenden Tieren.

Die Fischkatze und das Wasser

Die kurzen Beine und der stämmige Körper machen die Fischkatze zu einem sehr guten Schwimmer. Sie besitzen sogar kleine Fischhäute und ihr kurzer Schwanz dient als Ruder. Ihr Fell ist dick und wasserdicht, was ihnen auch einen kleinen Auftrieb bringt. Im Gegensatz zu allen anderen Katzen verbringt sie auch viel Zeit im Wasser, wobei sie sogar tauchen und dabei kleine Wassertiere fangen.