Tierlexikon: Flinkwallaby

Aufgenommen im Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto: zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Macropus agilis
Verbreitung kontinental:
Australien, Asien
Verbreitung regional:
Australien, Indonesien, Papua Neuguinea
Lebensraum:
Küstenwälder mit dichter Strauchvegetation, offene Eukalyptuswälder und Savannen, Heidelandschaften und Küstengebiete
Gattung:
Macropus
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Flinkwallabys leben in Gruppen von bis zu zehn Tieren. Diese Gruppen bestehen aus einem dominanten Pärchen und mehreren untergeordneten Weibchen, sowie deren Nachwuchs. Manchmal sieht man aber auch Einzelgänger. Die Tiere sind dämmerungs- und nachtaktiv, tagsüber schlafen sie im Schatten. Sie beanspruchen kein Revier und stellen auch kaum Ansprüche an ihren Lebensraum.
Das Flinkwallaby ist das größte Wallaby. Die Weibchen werden schon kurz nach der Geburt wieder gedeckt. Dabei bleibt die befruchtete Eizelle auf Abruf um in Jahren mit großem Nahrungsangebot nachgeschoben werden zu können.
Das Flinkwallaby ist ein reiner Pflanzenfresser und ernährt sich hauptsächlich von Gräser und Kräuter, Wurzeln, Blätter und Früchten. Die Tiere können zwar lange Zeit ohne Wasser auskommen, müssen aber doch immer wieder etwas trinken. Während Flinkwallabys normalerweise, wie bei Kängurus üblich, springen, bewegen sie sich bei der Nahrungssuche auf allen Vieren fort.
Das Flinkwallaby ist das einzige Wallaby, das außer in Australien auch in Neuguinea vorkommt. Es hat nur wenige Fressfeinde, wie den Dingo, den Rotfuchs oder größere Greifvögel. Im Allgemeinen sind die Tiere sehr häufig und werden in geburtenstarken Jahren auch gelegentlich zu einer Plage für die Landwirtschaft. Das Flinkwallaby zählt zu den robustesten Bewohnern Australiens, weder die Zerstörung ihres Lebensraumes, noch die Jagd oder Naturkatastrophen konnten die Art jemals ernsthaft dezimieren.

Unterarten des Flinkwallabys

Das Flinkwallaby gibt es in vier Unterarten, die sich optisch nicht sonderlich unterscheiden. Die Einteilung erfolgt nach dem Verbreitungsgebiet.

Macropus agilis agilis – Australien / Nördliches Territorium
Macropus agilis jardinii – Australien / Queensland
Macropus agilis nigrescens – Australien / Western Australia
Macropus agilis papuanus – Papua Neuguinea und Nachbarinseln