Tierlexikon: Gehaubter Kapuzineraffe

Kapuzineraffen im Jura-Zoo Neumarkt 2013 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein:
wissenschaftlicher Name:
Cebus apella
Verbreitung kontinental:
Amerika (Südamerika)
Verbreitung regional:
Venezuela, Brasilien, Guyana, Suriname, Französisch Guiana, Peru und Bolivien
Lebensraum:
Regen- und Gebirgswälder
Gattung:
Kapuzineraffen
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Gehaubte Kapuzineraffen nutzen alle Etagen des Waldes, von den Baumwipfeln bis zum Waldboden. Die Horden können bis zu 35 Tiere stark werden. Die klare Hackordung ist am besten am Chef der Gruppe zu erkennen, der als erster und am meisten fressen darf. Die Tiere zeichnen sich durch hohe Sozialkompetenz aus, so werden alle Familienmitglieder durch schrille Pfiffe verständigt, wenn neues Futter gefunden wird. Die ersten Wochen nach der Geburt klammert sich das Jungtier an die Mutter und wird überall hin mitgenommen.
Wegen ihres Verdauungssystems sind sie eine wichtige Stütze des Ökosystems „Wald“, da sie unverdaute Samen in ihrem gesamten Revier verteilen.
Gehaubte Kapuzineraffen nutzen ihren Schwanz nicht nur als Balancierehilfe, sonder auch um etwas zu Greifen und als Kletterhilfe. Sie können sich sogar so gut damit festhalten, dass sie kopfüber fressen können.
Ihr Namensgeber war der schwedische Naturforscher Carl von Linné, der sich bei dem Anblick des dunklen Fells auf dem Hinterkopf der Affen an die Kappe eines Kapuzinermönchs erinnerte. Die größte Gefahr für die Gehaubten Kapuziner ist die Jagd zum Zwecke des Haustierhandels, es wird zwar auch Jagd auf die Tiere wegen ihres Fleisches auf sie gemacht, aber dies gefährdet die Art nicht. Sie zählen aber im Allgemeinen nicht zu den bedrohten Arten.

Kapuzineraffen und die Verwendung von Werkzeug

Da sich Kapuzineraffen, die als die intelligentesten Neuweltaffen gelten, vorwiegend von Früchten und Samen ernähren, mussten sie eine Strategie entwickeln um die harten Schalen der Nüsse und Samenkapseln zu öffnen. Es wurde beobachtet, dass Kapuzineraffen immer wieder zu dem selben Stein, welcher sich als besonders hart erwiesen hat, zurück gekehrt sind um dort ihre Nüsse aufzuschlagen.Dazu legen sie auf den Stein und schlagen mit einem andern darauf, bis die Schale bricht und den Kern frei gibt. Wenn Kapuzineraffen Durst haben, schöpfen sie mit beiden Händen an einer Quelle Wasser.