Tierlexikon: Goldfasan

Goldfasan im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Chrysolophus pictus
Verbreitung kontinental:
Asien, Europa
Verbreitung regional:
China, England, Wales, Schottland
Lebensraum:
Regionen mit Bambusbeständen und gestrüppreichen Berghängen
Gattung:
Kragenfasane
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Goldfasan lebt als Paar oder in Dreier-Gruppen, in denen immer nur ein Hahn anzutreffen ist. Manchmal trifft man auch einen alten Hahn an, der mit einem jungen Hahn zusammenlebt, der noch nicht geschlechtsreif ist. Der Goldfasan verbringt sein Leben ausschließlich auf dem Boden.
Beim Goldfasan unterscheiden sich Männchen und Weibchen deutlich. Das Weibchen ist schlicht braun-schwarz gefärbt. Im Gegensatz dazu ist das Männchen deutlich bunter gefärbt. Es trägt eine goldene Haube, einen gold-schwarz gestreiften Kragen, eine rote Brust und einen goldenen Rücken.Die Flügel sind bläulich gefärbt und die Schwanzfedern sind schwarz, weiß und rot. Zudem finden sich grüne Elemente im Gefieder. Es treten allerdings auch rein gold-schwarz gefärbte Hähne. Der Goldfasan gilt als sehr scheuer Vogel. Die Geschlechtsreife erfolgt bei den Geschlechtern unterschiedlich schnell, während die Weibchen bereits im ersten Lebensjahr Nachwuchs bekommen können, werden die Männchen erst mit zwei Jahren fortpflanzungsfähig.
Der Goldfasan ist ein Allesfresser, der sich Früchten, Beeren, Samen und Blüten ebenso wie von Insekten ernährt.
Zur Balz führen die Hähne einen aufwendigen Tanz auf, nach der Paarung kümmern sie sich aber nicht mehr um Henne oder Nachwuchs. Das Weibchen baut sein Nest in einer Bodenmulde und legt bis zu zwölf Eier, die es etwa drei Wochen lang alleine ausbrütet. Nach maximal vier Monaten werden die Jungvögel dann selbstständig und verlassen die Mutter.
Der Goldfasan stand während Chinas Kaiserzeit als Sigel-Zeichen der jeweiligen Kaiserin und war gleichzeitig ein Abzeichen für den Rang ziviler Beamter. Zudem sah man in den Vögeln das Symbol für Wohlstand, Glück und Schönheit. In Nazi-Deutschland war der Begriff „Goldfasan“ eine abschätzige Bezeichnung für hohe Partei- und Militärfunktionäre, woraus wahrscheinlich auch das geflügelte Wort „Hohes Tier“ entstand.