Tierlexikon: Graupapagei

Aufgenommen im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Psittacus erithacus
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Angola, Burundi, Kamerun. Zentralafrika, Kongo, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Äquatorialguinea, Gabun, Ghana, Kenia, Nigeria, Ruanda, Sao Tomé und Principe, Tansania, Uganda, Benin, Togo
Lebensraum:
Wälder und Kulturlandschaften
Gattung:
Graupapageien
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gefährdet

Der Graupapagei lebt in großen Schwärmen, die mehrere hundert Vögel umfassen können.
Der Graupapagei ist einer der größten Papageien Afrikas. Er ist ein geschickter Kletterer, was er auch einer Wendezehe verdankt. Eine Wendezehe ist eine Zehe, die nach hinten und nach vorne gerichtet werden kann. Zudem hat er einen spitzen Schnabel, der ebenfalls als Kletterhilfe dient. Untereinader verständigen sich die Graupapageien mit Kreischen und Pfeifen. Ansonsten sind sie äußerst sprachbegabt, ein Graupapagei ist in der Lage über 100 Wörter zu lernen und kann viele Geräusche imitieren.
Der Graupapagei ist ein Vegetarier, der sich hauptsächlich von Früchten, Samen, Blüten und Knospen ernährt. Um zusätzlich Mineralstoffe aufzunehmen frisst er lehmhaltigen Sand an den Wasserlöchern.
Hat sich bei den Graupapageien ein Pärchen gefunden, bleibt es in der Regel ein Leben lang zusammen. Das Graupapageienweibchen brütet in einer tiefen Baumhöhle bis zu fünf Eier in etwa einem Monat aus. Das Brutgeschäft erledigt das Weibchen alleine, gefüttert werden die Jungen aber von beiden Elternteilen.
Der Graupapagei gilt als gefährdet, weil er ein beliebtes Haustier ist und dementsprechend oft gefangen wird. Zudem wird sein Lebensraum zunehmend zerstört. Graupapageien können sehr alt werden, der älteste bekannte Graupapagei lebte in einer zoologischen Einrichtung und wurde 73 Jahre alt. Seefahrer brachten bereits im 15.Jahrhundert Graupapageien mit nach Europa, was auf einigen zeitgenössischen Gemälden kunstvoll belegt ist.

Wie intelligent ist ein Graupapagei?

Bei Tieren in Gehegehaltung konnte eindeutig Werkzeuggebrauch nachgewiesen werden. Es wurde beobachtet, dass Zweige zum Gefiederputzen, und hohle Gegenstände zur Wasseraufnahme genutzt werden. Es wurde auch dokumentiert, dass die Tiere Werkzeuge zum Graben benutzt haben. Damit zeigen Graupapageien ein Verhalten, dass sonst nur bei ganz wenigen anderen Tieren beobachtet werden konnte.