Tierlexikon: Großer Mara

Aufgenommen im Raritätenzoo Ebbs 2012 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Dolichotis patagonum
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien
Lebensraum:
Grasland
Gattung:
Pampashasen
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gering gefährdet

Große Maras leben in losen Verbänden von bis zu 70 Tieren, die aus einzelnen Familienverbänden bestehen. Sie leben streng monogam. Sie sind tagaktiv und nutzen die Zeit nach der Nahrungsaufnahme gerne zum Sonnenbaden.
Auch wenn einen das Aussehen der Großen Maras an Rehe oder Hasen erinnert, so gehören sie doch zur Familie der Meerschweinchen. Sie Innerhalb der Gruppen warnen die Männchen die anderen Tiere mit einem hellen Quietschen oder Pfeifen vor Fressfeinden. Große Maras zeigen ein ausgeprägtes Fluchttierverhalten und sind in der Lage auf längere Strecken Geschwindigkeiten von bis zu 50 km/h zu halten. Die Tiere sind ausgesprochen gute und ausdauernde Läufer. Wenn Große Maras Artgenossen drohen, sträuben sie ihre Haare klappern sie mit den Zähnen.
Große Maras ernähren sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern, oder Blättern von Büschen. Auf der Suche nach der geeigneten Nahrung unternehmen die Tiere große Wanderungen. Da Große Maras keine Wiederkäuer sind, können sie ihre Nahrung nur einmal verdauen. Wenn die Tiere allerdings feststellen, dass ihr Kot noch weich und klebrig ist fressen sie ihn, ein Verhalten das auch Hasen zeigen, und verdauen ihn erneut.
Bei der Jungenaufzucht legen die Mütter ihre Jungtiere in Erdhöhlen ab und besuchen sie regelmäßig zum Säugen. Die Höhlen werden zwar gelegentlich mit Artgenossen geteilt, gesäugt werden aber nur die eigenen Jungen. Wenn der Nachwuchs größer ist, lockt ihn die Mutter mit bestimmten Lauten aus dem Bau während der Vater Wache hält.
Der Gattungsname Pampashase kommt ihrer Heimat dem argentinischen Grasland, das Pampas genannt wird und da die Tiere beim Sitzen einem Hasen sehr ähneln.