Tierlexikon: Halsbandpekari

Aufgenommen im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein

wissenschaftlicher Name:
Pecari tajacu
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Belize, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Französisch Guyana, Guatemala, Guyana, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, Suriname, Trinidad und Tobago, USA, Venezuela
Lebensraum:
tropischer Regenwald und Trockenbuschgebiete
Gattung:
Pecari
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Halsbandpekaris leben in Rotten von bis zu 15 Tieren, die einer strengen Rangordnung unterliegen und von einem dominanten Weibchen angeführt werden. Untereinander erkennen sich die Halsbandpekaris an ihrem Geruch, der von einem Sekret aus einer Drüse auf dem Rücken kommt. Diese, einem Nabel ähnliche, Drüse ist namensgebend für die Familie der Nabelschweine.
Halsbandpekaris beanspruchen Reviere von einigen Hektar Größe, die immer eine Trinkwasserstelle und eine Schlammsuhle beinhalten, welche von den Tieren nachts aufgesucht werden. Gegenüber Artgenossen verteidigen Halsbandpekaris ihr Revier, das durch Geruchsmarken eingegrenzt wird, mit Schnauben und Zähneklappern.
Auf der Suche nach Nahrung wühlen sie mit ihrer beweglichen Schnauze den Boden auf. Bei der Auswahl des Fressens sind sie nicht wählerisch, Beeren, Triebe und Knollen, aber auch Maden, Würmer und kleine Wirbeltiere werden vertilgt. Auch vor giftigen Schlangen macht das Halsbandpekari nicht halt: Sie werden getötet, zerrissen und gefressen.
Bis auf ihre Augen funktionieren alle Sinne ausgezeichnet, insbesondere ihr Geruchssinn ist sehr ausgeprägt. Für ein Halsbandpekari ist es kein Problem schmackhafte Wurzeln weit unter der Erde zu erschnüffeln.
Bei Gefahr stellen die Tiere ihre Rückenhaare auf und zeigen ihre mächtigen Eckzähne. Manchmal reicht das um einen Jaguar zu verjagen. Sollten sie jedoch flüchten sind sie in der Lage bis zu 35 km/h schnell zu werden.
Das Wort „Pekari“ stammt aus der Sprache der brasilianischen Tupi-Indianer und meint „Tier, das viele Wege durch den Wald macht“.