Tierlexikon: Hauskaninchen

Aufgenommen im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
Domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Oryctolagus cuniculus f. domestica
Ursprung kontinental:
Europa
Ursprung regional:
Spanien

Das Hauskaninchen wurde wahrscheinlich schon vor über 2000 Jahren gezüchtet. Es dient als Fleisch- und Pelzlieferant, wird aber auch als Labor- und Heimtier gehalten.
Hauskaninchen gelten als sehr sozial und sollten immer mindestens zu weit gehalten werden. Gerade in der Heimtierhaltung gibt es immer wieder Missverständnisse, so sind Hausmeerschweinchen keine geeigneten Gesellschafter für die Tiere, ebenso sollte man sie nicht mit Hunden oder Katzen alleine lassen, da diese das Hauskaninchen als Beutetier ansehen könnten. Die Tiere erkennen sich hauptsächlich am Geruch, Laute werden nur sehr selten zur Verständigung genutzt. So klappern die Tiere gelegentlich mit den Zähnen, brummen oder fauchen. In Todesangst kann das Hauskaninchen auch einen Schrei von sich geben.
Hauskaninchen können in der Regel zweimal im Jahr bis zu zwölf Junge werfen.
Es gibt Schriften aus dem alten Rom, in denen über die Haltung von Kaninchen berichtet wird. Damals wurden die Bettdecken mit den Haaren der Tiere gefüllt. Erst seit dem Mittelalter wurden die Tiere dann vorwiegend als Fleischlieferanten gehalten. Besonders Klöster taten sich in der Hasenhaltung hervor. Heute gibt es 80 Hauskaninchenrassen, die in Gewichtsklassen an 7,5 Kilo bis zu einem Kilo gezüchtet werden.