Tierlexikon: Hausyak

Hausyak im Tierpark Hellabrunn 2012 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
Domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Bos mutus f. grunniens
Ursprung kontinental:
Asien
Ursprung regional:
Zentralasien

Das Hausyak wurde vor etwa 5.000 bis 1.000 Jahren domestiziert und stammt von der Wildform des Yaks ab. Es wird universell genutzt, als Milch-, Wolle, und Fleischlieferant, sein Kot dient als Brennstoff und es wird als Lastentier genutzt. Das Hausyak ist heute hauptsächlich im Himalaya, der Mongolei und Südsibirien verbreitet, die Wildform dagegen ist vom Aussterben bedroht. In einem 1,4 Millionen Quadratmeter großen Gebiet wäre ein bäuerliches Leben ohne das Hausyak nicht möglich.
Das Hausyak kommt mit den extremen Bedingungen im Himalaya hervorragend zurecht. Höfe mit Yakhaltung gibt es zwar nicht mehr auf über 5.500 Metern Höhe, aber es ist bekannt, dass die Tiere ohne Probleme auf Höhen von über 7.000 Metern aufsteigen können. Sie gelten als aggressiv, wild, scheu und furchtsam, sowie als ausgeprägte Herdentiere. Sie sind in der Lage schnell fließende Gewässer zu durchschwimmen und zeigen nur geringe Panikreaktionen bei Wanderungen durch sumpfiges Gelände. Hausyaks werden auch als „Grunzochsen“ bezeichnet, da sie ein Grunzen von sich geben, das dem des Schweines ähnelt. Hausyaks sind deutlich kleiner als Wildyaks.
Yakmilch ist rosa und hat einen sehr hohen Fettanteil.
Hausyaks wurde 1785 zum ersten Mal in Europa gehalten. Sie werden hier aber kaum als Nutztiere gezüchtet, sondern sind im Besitz von Privatleuten und zoologischen Einrichtungen.