Tierlexikon: Hellroter Ara

Hellroter Ara im Vogelpark Irgenöd - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Hellroter Ara im Vogelpark Irgenöd – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Ara macao
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Belize, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, Französisch Guiana, Guatemala, Guyana, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama, Peru, Suriname, Trinidad und Tobago, Venezuela, El Salvador, Puerto Rico
Lebensraum:
Wälder in Flußnähe und Sumpfgebiete
Gattung:
Eigentliche Aras
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Hellrote Aras leben in Gruppen von bis zu 20 Tieren, die aus mehreren Pärchen und deren Nachwuchs bestehen. Während der Fortpflanzungszeit trennen sich die lebenslang monogam lebenden Pärchen von der Gruppe um zu brüten. Hellrote Aras haben einen geregelten Tagesablauf, sie verlassen mit Sonnenaufgang ihren Schlafbaum, den sie regelmäßig wechseln, und suchen in einem Radius von zehn Kilometern nach Nahrung, ehe sie dann bei Sonnenuntergang wieder zurückkehren. Paarbildung bei Hellroten Aras ist eine ernste Angelegenheit, sie wird immer wieder von beiden Partnern durch ausgiebiges Putzen und gegenseitiges Schnäbeln erneuert. Stirbt ein Partner, geht der andere keine neue Bindung ein.
Hellrote Aras können ein Gewicht von bis zu einem Kilo erreichen und gehören damit zu den schwersten Papageien. Trotz ihres Gewichts sind sie geschickte Flieger, die meist nur knapp über den Baumkronen fliegen.
Der Hellrote Ara ist einer der wenigen Allesfresser unter den Papageien. Er bevorzugt allerdings pflanzliche Kost, wie Samen, etwa Nüsse, oder Früchte wie die Mango. Während der Brutzeit frisst er aber auch Insekten, vermutlich um seinen Eiweißhaushalt aufzubessern. Während die Vögel fressen, sind sie erstaunlich leise, entdeckt jedoch ein Tier eine Gefahr, warnt er lautstark die anderen.
Hellrote Aras brüten in Baumhöhlen. Das Weibchen legt bis zu vier Eier und brütet diese auch selbst aus, während es vom Männchen mit Nahrung versorgt wird. Nach gut einem Monat schlüpfen dann die Jungen, die anschließend von beiden Elternteilen versorgt werden. Die Jungvögel werden dann nach etwa vier Monaten selbstständig und mit zwei Jahren geschlechtsreif.
Hellrote Aras können über 60 Jahre alt werden.

Unterarten des Hellroten Ara
Der Hellrote Ara wird in zwei Unterarten nach deren Verbreitungsgebiet unterschieden.

Ara macao cyanopterus
Mexiko und nördliches Mittelamerika

Ara macao macao
restliches Verbreitungsgebiet