Tierlexikon: Himalaya-Glanzfasan

Himalaya-Glanzfasan im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Lophophorus impejanus
Verbreitung kontinental:
Asien
Verbreitung regional:
Bhutan, China, Indien, Myanmar, Nepal, Pakistan, Afghanistan
Lebensraum:
mit Büschen bewachsene Berghänge sowie lichte Wälder
Gattung:
Glanzfasane
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Himalaya-Glanzfasan, selten auch Rotschwanzmonal genannt, lebt in Gruppen von bis zu 30 Tieren, nur während der Brutsaison spalten sich die einzelnen Pärchen ab. den Sommer verbringen die Vögel in Höhen von bis zu 4.000 Meter des Himalaya-Massivs, während sie im Winter bis auf 2.000 Meter herab steigen. Bei Gefahr flüchten sie immer bergab. Obwohl der Himalaya-Glanzfasan ein guter Flieger ist,verbringt er den größten Teil seines Lebens auf dem Boden.
Beim Himalaya-Glanzfasan sind Männchen und Weibchen deutlich zu unterscheiden. Das Weibchen ist schlicht braun gefärbt und hat einen weißen Kehlfleck. Im Gegensatz dazu ist das Männchen äußerst farbenprächtig. Sein Gefieder weißt grüne, blaue, rote, goldene und violette Elemente auf. Auch den namensgebende Glanz hat nur das Männchen, er sorgt dafür, das die Männchen je nach Lichteinfall unterschiedlich schimmern, was die Illusion wechselnder Farben verursacht. Den blauen Ring um die Augen haben beide Geschlechter. Die größten Unterschiede im Verhalten zwischen dem Himalaya-Glanzfasan und anderen Fasanarten bestehen einerseits darin, dass der Himalaya-Glanzfasan mit seinem schaufelförmigen Schnabel auf dem Boden nach Nahrung scharrt, während dies bei Fasanen üblicherweise mit den Füßen geschieht, und andererseits in der Art zu Laufen. Der Himalaya-Glanzfasan bewegt sich ruckartig, ähnlich den Hühnern, vorwärts und nicht so fließend wie es unter Fasanen üblich ist.
Der Himalaya-Glanzfasan ist ein Allesfresser. Auf seinem Speiseplan stehen neben Knollen, Früchten, Beeren und Samen auch Würmer und Insekten.
Die Jungenaufzucht beim Himalaya-Glanzfasan ist Frauensache. Ein Aufwendiger Balztanz und die Begattung ist die einzige Arbeit des Männchens, anschließend kümmert es sich weder im Weibchen noch um Gelege. Das Weibchen baut sein Nest in einer Erdmulde zwischen Büschen und legt bis zu fünf Eier, die es knapp einen Monat lang ausbrütet. Die Jungtiere werden nur langsam selbstständig und bleiben bis zur nächsten Brutsaison bei der Mutter.
Der Himalaya-Glanzfasan ist der Nationalvogel Nepals und Wappenvogel des indischen Bundeslandes Uttarkhand. Zudem wird er häufig in nepalesischen Volksliedern besungen.