Tierlexikon: Höckerschwan

Höckerschwan im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Höckerschwan im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Cygnus olor
Verbreitung kontinental:
Asien, Europa, Australien, Afrika, Amerika
Verbreitung regional:
Afghanistan, Albanien, Armenien, Österreich, Aserbaidschan, Weißrussland, Belgien, Bosnien und Herzegowina, Bulgarien, China, Kroatien, Zypern, Tschechien, Dänemark, Estland, Finnland, Frankreich, Deutschland, Griechenland, Ungarn, Indien, Iran, Irak, Irland, Israel, Italien, Japan, Kasachstan, Nordkorea, Südkorea, Kirgistan, Lettland, Liechtenstein, Litauen, Luxembourg, Mazedonien, Moldawien, Mongolei, Montenegro, Niederlande, Norwegen, Pakistan, Polen, Rumänien, Russland, Serbien, Slowakei, Slowenien, Spanien, Schweden, Schweiz, Taiwan, Türkei, Turkmenistan, Ukraine, England, Schottland, Wales, Usbekistan, Australien, Kanada, Färöer, Island, Neuseeland, Singapur, Südafrika, USA, Bahrain, Bermuda, Ägypten, Jordanien, Libanon, Libyen, Malta, Marokko, Oman, Palästina, Portugal, Syrien, Tadschikistan, Vereinigte Arabische Emirate
Lebensraum:
Seen, Teiche, Flüsse und Sumpfgebiete
Gattung:
Schwäne
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Höckerschwan lebt in großen Scharen, die mehr als 100 Vögel umfassen können. Er ist hauptsächlich tagaktiv, sucht aber meist in der Dämmerung nach Nahrung. In Australien, Amerika und einem Großteil seines übrigen Verbreitungsgebiet wurde er als Ziervogel eingeführt. Die Wildpopulationen entstanden hier meist durch Gehegeflüchtlinge oder gezielte Auswilderung.
Der Höckerschwan kann über eineinhalb Meter Größe und bis zu 13 Kilo Gewicht erreichen. Er ist somit der größte Wasservogel in Europa und einer der schwersten flugfähigen Vogel weltweit. Er ist sogar in der Lage mehr als 50 km/h schnell zu fliegen. Der Höckerschwan ist immer weiß und hat einen schwarzen Höcker auf dem, mit der Geschlechtsreife gelb bis orange werdenden, Schnabel. Männchen und Weibchen sind äußerlich kaum zu unterscheiden. Seine typische Körperhaltung ist schwimmend, den Hals S-förmig zu halten und die Flügel wie Segel aufzustellen.
Der Höckerschwan ist ein Allesfresser. Er sucht sich seine Nahrung gründelnd mit seinem langen Hals in bis zu knapp einem Meter Tiefe im Wasser, aber auch an Land. Auf seinem Speiseplan stehen Gräser und Wasserpflanzen, aber auch Muscheln, Schnecken und Wasserinsekten.
Beim Höckerschwan bauen beide Eltern gemeinsam ein großes Nest, das immer in Gewässernähe platziert wird. Das Weibchen legt dann bis zu zwölf Eier, die ebenfalls von beiden Geschlechtern, etwas mehr als einen Monat lang ausgebrütet werden. Die Eltern versorgen die Jungvögel dann noch etwa fünf Monate, ehe diese selbstständig werden.
Der älteste in Freiheit lebende Höckerschwan wurde 40 Jahre alt. Er war auf Helgoland im Jahre 1970 beringt worden und verstarb 2009 in Dänemark. Die größte, in Deutschland gehaltene Schwanenkolonie wird auf der Alster in Hamburg gehalten. Unterhalt und Gehalt des Pflegers werden hier sogar aus der Stadtkasse finanziert. Der Schwan ist auch Teil vieler Adels-Wappen. Der Märchenkönig Ludwig II von Bayern hatte ebenfalls einen Faible für die majestätischen Tiere, die immer wieder in seinen Bauwerken künstlerisch, aber natürlich auch als Ziervögel vorkamen.