Tierlexikon: Hutiaconga oder Kubabaumratte

Hutiaconga im Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Capromys pilorides
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Kuba
Lebensraum:
Gebirgswälder, trockene Küstenebenen und gebirgige Regionen
Gattung:
Baum- und Ferkelratten
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Die Hutiaconga, auch Kuba-Baumratte genannt, lebt in Familienverbänden von bis zu 8 Tieren, die immer aus einem Pärchen und deren Nachwuchs bestehen. Sie sind tagsüber suchen die Tiere auf dem Boden und auf Bäumen nach Nahrung nachts schlafen sie auf schwer zugänglichen Ästen. Die Tiere pflegen ihre sozialen Kontakte innerhalb der Gruppe mit gegenseitiger Fellpflege, ähnlich dem „Lausen“ der Affen.
Kuba-Baumratten können bis zu sieben Kilo schwer und über neun Jahre alt werden. Sie nutzen ihren bis zu 30 Zentimeter langen Schwanz als Balancierehilfe und Stütze beim Klettern. Wenn sich die Kuba-Baumratte bedroht fühlt klappert sie mit den Zähnen oder keckert.
Hutiacongas sind Allesfresser, sie ernähren sich von Rinde und Früchten ebenso wie auch von Insekten und kleineren Wirbeltieren wie Eidechsen.
Kuba-Baumratten werfen nach einer nur viermonatigen Schwangerschaft bis zu drei in Ausnahmefällen auch bis zu sechs Junge. Der Nachwuchs kommt voll entwickelt zur Welt und ist sofort aktiv. Nach etwa einem halben Jahr sind die Jungtiere dann selbst geschlechtsreif.
Der Hutiaconga kommt nur auf der Karibik-Insel Kuba vor. Vor der Ankunft der europäischen Siedler waren die Tiere dort auch sehr häufig, mittlerweile kommen sie nur noch in Schutzgebieten vor. Vor allem die mitgebrachten Hunde, Katzen und Mungos, sowie die Trophäenjagd dezimierten die Bestände schnell sehr stark. Heute gelten sie auf Kuba zudem als Delikatesse. Trotz allem sind sie in einzelnen Gebieten sehr häufig und fallen dort dann auch in Felder und Plantagen ein. Dort dürfen sie dann, trotz weitreichendem Schutz, über einen festgelegten Zeitraum von drei Monaten gejagt werden.