Tierlexikon: Indischer Riesenflughund

Indischer Flughund im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Indischer Flughund im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Pteropus giganteus
Verbreitung kontinental:
Asien
Verbreitung regional:
Bangladesch, Bhutan, China, Indien, Malediven, Myanmar, Nepal, Pakistan, Sri Lanka
Lebensraum:
tropische und subtropische Regenwälder
Gattung:
Pteropus
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Indische Riesenflughunde leben in großen Gruppen, die mehrere hundert Tiere stark sein können. Nachts gehen die Tiere mit der gesamten Gruppe auf Futtersuche und schlafen tagsüber kopfüber in einem Schlafbaum, den sie in der Regel nur sehr selten wechseln. Die Anordnung der Tiere auf dem Baum folgt einer bestimmten Rangordnung.
Der Indische Riesenflughund ist eines der größten Fledertiere der Welt. Er kann bis zu 23 Zentimeter groß werden und eine Spannweite von über einem Meter erreichen. Auch mit über 600 Gramm ist der Indische Riesenflughund ein Schwergewicht unter den Fledertieren. Er hat einen sehr feinen Geruchssinn und kann sehr gut sehen. Indische Riesenflughunde verständigen sich durch laute Rufe untereinander, die bei besonders großen Gruppen zu einem ohrenbetäubend Lärm anschwellen können.
Der Indische Riesenflughund ernährt von Früchten, wobei er z.B. Mangos oder Guaven bevorzugt und z.B. Äpfel oder Orangen nicht frisst. Sie pressen die Früchte aus und fressen dann das Fruchtfleisch, anschließend werden die leeren Hüllen dann auf den Boden fallen gelassen. Gelegentlich ergänzt der Indische Riesenflughund seinen Speiseplan mit Insekten, aber auch mit Nektar und Pflanzensamen. Um Wasser zu trinken fliegen die Tiere knapp über der Wasseroberfläche und nehmen die Flüssigkeit im Fliegen mit dem Maul auf.
Nach etwa fünf Monaten Schwangerschaft bringt das Weibchen ein oder zwei Junge zur Welt. In den ersten Wochen tragen die Mütter ihren Nachwuchs mit sich herum, dann lassen sie ihn in den Bäumen zurück, wo die Jungtiere selbstständig herum klettern. NAch drei Monaten lernen sie das Fliegen.