Tierlexikon: Kaisergans

Kaisergans im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Kaisergans im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Chen canagica oder Anser canagicus
Verbreitung kontinental:
Amerika, Europa, Asien
Verbreitung regional:
Russland, USA, Kanada, Japan
Lebensraum:
arktische Tundra
Gattung:
Chen
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gering gefährdet

Die Kaisergans lebt in Gruppen, während der Brutsaison trennen sich die Brutpaare allerdings von der Gruppe ab und beanspruchen ein eigenes Territorium. Im Gegensatz zu anderen Gänsen ist sie immer in der Nähe des Meeres zu finden, welches ihnen als Nahrungsquelle dient.
Die Kaisergans ist ein guter und ausdauernder Läufer, was ihr besonders bei der Vollmauser hilft, die sie jedes Jahr durchmacht und während der sie vollkommen flugunfähig ist. Die Art ist gut an am weißen Kopf und dem schwarz-weißen Gefieder zu erkennen.
Die Kaisergans ist ein Allesfresser, die sich bevorzugt von Weich- und Krustentieren, Würmern und anderen Kleinstlebewesen ernährt, aber auch Gräser und Samen nicht verschmäht.
Die Kaisergans baut ihr Nest oberhalb der Flutlinie zwischen Treibholz und angespültem Tang. Das Weibchen legt bis zu sieben Eier, die es alleine etwa einen knappen Monat ausbrütet. Nach knapp zwei Monaten werden die Jungvögel dann selbstständig. Von jedem Gelege überleben gerade einmal zwei oder drei Jungtiere bis in das Erwachsenenalter. Von allen arktischen Gänsen hat die Kaisergans die kürzeste Brutzeit.
Da die Kaisergans während der Vollmauser eine leichte Beute darstellt, ist sie ein wichtiger Bestandteil des Speiseplans indigener Völker in ihrem Verbreitungsgebiet. Man sagt ihr nach, dass ihr Fleisch ein starkes Knoblauch-Aroma hat, was man auf ihre Ernährung zurück führt.