Tierlexikon: Kappenblaurabe

Kappenblaurabe im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Cyanocorax chrysops
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay, Uruguay
Lebensraum:
subtropische und tropische Wälder
Gattung:
Blauraben
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Kappenblaurabe lebt in kleinen Familiengruppen von bis zu zwölf Vögeln und bildet manchmal auf Futtersuche Gemeinschaften mit anderen Blauraben. Er sucht auf dem Boden ebenso wie auf Bäumen nach Nahrung, wobei er sich immer im unteren Waldbereich aufhalten.
Der Kappenblaurabe hat seinen Namen von der struppigen Haube auf dem Kopf. Er gilt als sehr aufmerksam, neugierig und intelligent, außerdem hat er ein Talent Tierstimmen zu imitieren. Viele Tiere im Wald verlassen sich zudem auf seine alarmierenden Rufe, wenn sich ein Räuber nähert.
Kappenblauraben sind Allesfresser mit einem vielfältigen Speiseplan. Samen, Früchte und Beeren werden genauso verspeist, wie Insekten, Vogeleier und kleine Wirbeltiere. In schlechten Zeiten greift er allerdings auch auf Aas zurück. Der Kappenblaurabe gilt als Räuber, so plündert er oftmals die Nester anderer Vögel.
Hat sich ein Pärchen gefunden, bleibt es bis zum Tod zusammen. Der Kappenblaurabe baut seine Nester in dichter Vegetation, in Sträuchern oder auf niedrigen Bäumen. Das Weibchen legt bis zu vier Eier, die es auch innerhalb von etwa drei Wochen alleine ausbrütet. Die Jungvögel werden dann noch drei Wochen von den Eltern versorgt, ehe sie selbstständig werden. Oft bleiben aber auch der erwachsene Nachwuchs bei der Gruppe.

Unterarten des Kappenblauraben

Der Kappenblaurabe wird in vier Unterarten, die sich auf das Verbreitungsgebiet beziehen unterteilt.

Cyanocorax chrysops diesingii
westliches Brasilien

Cyanocorax chrysops insperatus
südwestliches Brasilien

Cyanocorax chrysops tucumanus
Argentinien

Cyanocorax chrysops chrysops
restliches Verbreitungsgebiet