Tierlexikon: Kappensäger

Kappensäger im Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Lophodytes cucullatus
Verbreitung kontinental:
Amerika, Europa
Verbreitung regional:
Anguilla, Antigua und Barbuda, Bahamas, Barbados, Belize, Bermuda, Kanada, Kuba, Dominica, Guadeloupe, Haiti, Martinique, Mexiko, Montserrat, Puerto Rico, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Turks- und Caicosinslen, USA, Dominikanische Republik, Finnland, Deutschland, Island, Irland, Niederlande, Norwegen, Portugal, Saint Pierre und Miquelon, Kanarische Inseln, Amerikanische Jungferninseln
Lebensraum:
Sumpfgebiete, Überflutungsräume und Auen
Gattung:
Kappensäger
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Kappensäger leben in der Regel als Pärchen, wobei die Anzahl der Tiere mit den vorhandenen Bruthöhlen zusammenhängt. Den Sommer verbringen die Kappensäger im nördlichen Nordamerika und brüten dort, im Winter ziehen sie dann an die Südküste und in die Karibik.
Namensgebend für die Kappensäger ist die Federhaube, welche beide Geschlechter haben. Das Weibchen hat ein schlichtes braunes Gefieder, während das Männchen auffallend schwarz-weiße Federn hat.
Der Kappensäger ist ein Allesfresser, der sich aber hauptsächlich von Fleisch wie kleinen Fischen, kleinen Krebsen und Wasserinsekten ernährt. Gelegentlich ergänzen auch Wasserpflanzen seinen Speiseplan.
Kappensäger brüten in Baumhöhlen, die bis zu acht Meter über dem Boden liegen können. Das Weibchen legt bis zu zwölf Eier, die etwa einen Monat lang ausgebrütet werden. Bereits wenige Tage nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest und springen auf den Erdboden, ehe sie ihren Eltern ins Wasser folgen. Das kann durchaus gefährlich aussehen, wird aber von den Küken meist ohne Verletzung überstanden. Nach gut zwei Monaten verlässt die Mutter ihre Jungen, um auf dem Wasser die Mauser zu durchlaufen, spätestens dann werden die Jungvögel selbstständig.
Der Kappensäger ist ein beliebter Ziervogel, der in Nordamerika bereits seit den 1950er gezüchtet wurde. In Europa begann man erst zwanzig Jahre später mit der Zucht. Heute wird darüber gestritten, ob die in Europa wild lebenden Kappensäger Zuzügler oder Gehegeflüchtlinge sind.

Woher kommt der Name Säger?

Der Säger hat seinen Namen dank seines Schnabels. Dieser ist an den Rändern sägeartig gezackt und hat an der Spitze einen Hacken, was ihm ein unverwechselbares Aussehen. Der Kappensäger und der Zwergsäger gehören nicht zur Gattung der Säger haben aber den selben Schnabel.