Tierlexikon: Kleiner Mara

Kleiner Mara im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Kleiner Mara im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Dolichotis salinicola
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Bolivien, Paraguay
Lebensraum:
trockenes Flachland
Gattung:
Pampashasen
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Kleine Mara, auch kleiner Pampashase genannt lebt in Familiengruppen von bis zu vier Tieren. Diese Gruppen bestehen aus einem monogamen Pärchen und deren Nachwuchs. Angeführt wird die Familie vom Männchen, der seine Gruppe durch aggressive Kämpfe gegenüber anderen Männchen verteidigt. Der Kleine Mara ist tagaktiv und schläft nachts in Höhlen, die er entweder selbst gegraben, oder von anderen Tieren übernommen hat. Dort werden auch die Jungen geboren.
Auch wenn der Kleine Mara rein optisch sehr an einen Hasen erinnert, gehört er doch zu den Meerschweinchen. Dies ist gut an seiner Art sich fort zubewegen erkennbar, denn der Kleine Mara läuft im Passgang, bei dem immer beide Beine einer Körperseite in der Luft sind. Auf diese Weise laufen auch Giraffen und Elefanten. Nur wenn er flieht ändert er seine Gangart. Dann kann er zu schnellen Sprints ansetzen, bei denen er tatsächlich hasenähnlich hüpft. Der größte optische Unterschied zwischen Großem und Kleinem Mara ist neben der namensgebenden Größe, der weiße Fleck am Hinterteil, der beim Kleinen Mara komplett fehlt.
Der Kleine Mara ernährt sich hauptsächlich von Gräsern und Sträuchern. In nahrungsarmen Zeiten frisst er aber auch Sukkulenten und andere Kakteenverwandte.
Die Weibchen bringen nach einer, nur etwas über zwei Monate dauernden Schwangerschaft, bis zu drei Jungtiere zur Welt. Bei der Geburt wiegen die Jungen nur etwa 200 Gramm, sind aber bereits voll entwickelt und verlassen sofort das Nest. Nachdem sie dann etwa einen Monat gesäugt wurden, sind sie selbstständig.
In Zoos ist der Kleine Mara ein sehr seltener Pflegling. Obwohl sie eine ganze Reihe von Fressfeinden, wie z.B. den Puma haben und von den Südamerikanern als Fleisch- und Pelzlieferant gejagt werden sind die Bestände stabil und er gilt als nicht gefährdet.