Tierlexikon: Königsfasan

Königsfasan im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Syrmaticus reevesii
Verbreitung kontinental:
Asien
Verbreitung regional:
China
Lebensraum:
Bewaldete Hänge, Bambusdickichte und Buschland
Gattung:
Bindenschwanzfasane
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gefährdet

Königsfasane leben in der Regel als Paar oder in dreier Gruppen, wobei nie mehr als ein Männchen in diesen Gruppen lebt. Im Winter wurde aber auch schon beobachtet, dass sich mehrere dieser Clans zu größeren Verbänden zusammenschließen.
Beim Königsfasan kann man Männchen und Weibchen sehr leicht unterscheiden. Während das Weibchen schlicht braun gefärbt ist, hat das Männchen ein gold-braunes Gefieder mit weißen Flecken und einen weißen Kopf mit einer schwarzen Maske. Zudem hat das Männchen einen sehr langen Schwanz, welcher knapp eineinhalb Meter lang werden kann.
Der Königsfasan ist ein Allesfresser, der Samen, Wurzeln, Früchte und Schösslinge frisst, aber auch Insekten nicht verschmäht.
Zur Brutzeit paart sich der Hahn mit den allen Weibchen seiner Gruppe. Die Weibchen legen dann je bis zu 15 Eier, die drei bis vier Wochen lang ausgebrütet werden. Interessanter Weise vertragen sich die Küken eines Geleges untereinander nicht und kämpfen regelmäßig miteinander, ehe sie nach einem Jahr das Revier der Eltern verlassen.
Der lateinische Artname „reeversii“ geht auf den englischen Naturforscher John Reeves zurück, der 1831 den ersten Hahn mit nach Europa brachte. Im Jahre 1867 konnte der Zoo von London bereits die Welterstzucht melden. Zu dieser Zeit war der Königsfasan in freier Wildbahn noch sehr häufig zu finden, heute ist er sehr selten geworden und gilt als gefährdet. Ursachen sind, die Zersplitterung seines Lebensraums durch die massive Abholzung, die illegale Jagd auf die geschützten Vögel und das Absammeln ihrer Eier. Früher wurden die langen Schwanzfedern in großen Massen für die Kostüme der Pekinger Oper genutzt, doch dafür werden heute künstliche Federn verwendet. Man schätzt die aktuelle wildlebende Population des Königsfasan auf nicht mehr als 10.000 Tiere. Mehrere Versuche den Königsfasan in verschiedenen europäischen Ländern anzusiedeln sind fehlgeschlagen.