Tierlexikon: Lama

Lama im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Lama im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Lama glama
Ursprung kontinental:
Amerika
Ursprung regional:
Andenregion in Südamerika

Das Lama wurde wahrscheinlich bereits 4.000 v.Chr. gezüchtet. Die Tiere sind Abkömmlinge des Guanako und dienen hauptsächlich als Lastentiere und Fleischlieferanten. Ihr Dung ist für Menschen der Gebirgsregionen zusätzlich ein Brennstoff. Lamas werden vor allem in den südamerikanischen Anden auf Höhen von 2.500 bis 5.000 Metern gehalten. Lamahengste können mit einem Eigengewicht von 150 Kilo Lasten von bis zu 50 Kilo 20 Kilometer weit an einem Tag tragen. Eine weitere Funktion der Tiere ist der Herdenschutz, denn Lamas stoßen einen Warnruf aus wenn sich Raubtiere wie z.B. der Puma nähern.
Lamas sind Pflanzenfresser. Wenn sich die Tiere bedroht fühlen oder bei Rangkämpfen spucken sie Magensäfte, die sie besonders zielsicher einsetzen können.
Manche Forscher vermuten, das Lama könnte auch ein Wildtier sein, dessen Bestand in freier Wildbahn schon vor langer Zeit ausgestorben ist. Doch dieser Theorie fehlen zwingende Beweise. Für die Inka war das Lama das wichtigste Nutztier, erst mit der Ankunft der spanischen Eroberer übernahm das Pferd seinen Platz.

Die Ausdrucksweise des Lamas

Lamas geben manchmal eine Art Summen von sich, das aber nicht klarlegt wie sich Tiere fühlen. Deutlicher sind die Zeichen durch die Körpersprache. Ein Lama ist entspannt, wenn der Schwanz nach unten hängt und die Ohren aufgerichtet sind. Ein aufgerichteter Schwanz zeigt Aufmerksamkeit und Anspannung. Angelegte Ohren und ein hängender Schwanz sind Unterwerfungsgesten. Aufgestellter Schwanz und angelegte Ohren zusammen mit gurgelnden Geräuschen zeugen von äußerstem Unwohlsein.