Tierlexikon: Langschopf-Hornvogel

Langschopf-Hornvogel im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Langschopf-Hornvogel im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Berenicornis comatus
oder
Aceros comatus
Verbreitung kontinental:
Asien
Verbreitung regional:
Brunei, Indonesien, Malaysia, Myanmar, Thailand
Lebensraum:
immergrüne Wälder im Tiefland
Gattung:
Berenicornis
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gering gefährdet

Langschopf-Hornvögel, auch Langhauben-Hornvögel genannt, leben in Familiengruppen von bis zu acht Vögeln, welche aus dem Elternpaar und deren nicht geschlechtsreifen Nachwuchs besteht, und die bisweilen sehr laut sein können. Im Gegensatz zu den meisten anderen Hornvögeln verbringt der Langschopf-Hornvogel die meiste Zeit auf dem Boden und wird im Unterholz oft übersehen. Der Langschopf-Hornvogel ist zudem kein ausdauernder Flieger, er unternimmt nur sogenannte „Floppy-Flüge“, bei denen er kurze Strecken von einem Waldgebiet ins andere zurücklegt.
Der Langschopf-Hornvogel ist mit bis zu einem Meter Größe und bis zu eineinhalb Kilo Gewicht, eine sehr große Hornvogelart. Er hat lange weiße Federn auf seinem Kopf, die für seinen Namen verantwortlich sind. Weitere Merkmale sind der charakteristische große Schnabel, das schwarze Rücken- und Flügelgefieder, sowie der weiße Bauch, die weißen Flügelränder und der ebenfalls weiße Schwanz.
Der Langschopf-Hornvogel ist ein Allesfresser. Auf seinem Speiseplan stehen kleine Reptilien, wie Schlangen oder Skinks, aber auch Obst, wie etwa Feigen.
Langschopf-Hornvögel sind sehr heikel in der Wahl ihrer Partner und wurde ein Tier einmal vom anderen Geschlecht abgelehnt, so kommt es nie zu einer Paarbildung zwischen den beiden Vögeln. Hat sich ein Pärchen jedoch gefunden, so belieben sie sich ein Leben lang treu. Das Weibchen baut sein Nest in einer Baumhöhle und mauert den Eingang mit einem Brei aus Nahrung, Kot und Holzspänen bis auf einen kleinen Schlitz zu. Dieses Verhalten soll Mutter und Nachwuchs vor Raubtieren schützen. Dort legt das Weibchen seine Eier und wird während der Brutzeit von der ganzen Familie mit Nahrung versorgt. Wenn die Jungvögel dann flugfähig werden, öffnet die Mutter mit ihrem harten Schnabel den Eingang, was durchaus mehrere Stunden dauern kann, und verlässt mit dem Nachwuchs die Bruthöhle.