Tierlexikon: Langschwanzhäher

Weißkehlelsterhäher im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Weißkehlelsterhäher im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Calocitta formosa
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Costa Rica, El Salvador, Guatemala, Honduras, Mexiko, Nicaragua
Lebensraum:
subtropische und tropische Trocken- und Tieflandwälder sowie Agrarlandschaften
Gattung:
Calocitta
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Langschwanzhäher, auch Blauwangenhäher oder Weißkehlelsterhäher genannt, lebt in Familiengruppen von bis zu zehn Vögeln, die aus einem Pärchen und deren Nachwuchs bestehen. Hat sich ein Pärchen einmal gefunden, bleibt es sich ein Leben lang treu.
Der Langschwanzhäher gilt als sehr intelligenter und sozialer Vogel. Er gibt oft und laut Rufe von sich. Markant sind die sehr langen Schwanzfedern und die nach hinten gebogenen Stirnfedern, die bis in den Nacken reichen.
Der Langschwanzhäher ist ein Allesfresser, der sich von großen Insekten, Eiern und kleinen Wirbeltieren, etwa Frösche, Eidechsen oder Jungvögeln, ebenso ernährt, wie von Obst, Samen und Nektar. Erst ist sogar in der Lage hartschalige Samen, wie etwa Nüsse mit dem Schnabel zu öffnen. Er gilt als ausgemachter Nesträuber und nicht scheu wenn er Essensreste bei den Menschen findet.
Bei den Langschwanzhähern suchen die Partner zusammen den Nistplatz aus, wo sie dann ein napfartiges Nest bauen. Das Weibchen legt dann bis zu sechs Eier, die es knapp drei Wochen alleine ausbrütet, während es vom ganzen Familienverband gefüttert wird. Nach dem Schlupf bleiben die Küken gute drei Wochen im Nest und werden von allen Familienmitgliedern gefüttert. Wenn sie danach selbstständig geworden sind, belieben sie noch mindestens drei Monate in der Familiengruppe, ehe sie mit knapp zwei Jahren geschlechtsreif werden.

Unterarten des Langschwanzhäher

Der Langschwanzhäher wird in drei Unterarten nach seinem Verbreitungsgebiet unterteilt.

Calocitta formosa azurea
Mexiko bis Guatemala

Calocitta formosa formosa
nördliches Mexiko

Calocitta formosa pompata
übriges Verbreitungsgebiet