Tierlexikon: Mähnenwolf

Aufgenommen im Raritätenzoo Ebbs 2013 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein:
Wissenschaftlicher Name:
Chrysocyon brachyurus
Verbreitung kontinental:
Amerika (Südamerika)
Verbreitung regional:
Peru, Bolivien, Brasilien, Paraguay, Uruguay und Argentinien
Lebensraum:
Savannen, Sumpflandschaften und Trockenwälder
Gattung:
Chrysocyon
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gering gefährdet

Der Mähnenwolf, gelegentlich auch Steppenwolf genannt, ist der größte Wildhund Südamerikas. Die Tiere leben zwar als Paar in einem gemeinsamen Revier gehen sich aber in der Regel innerhalb dieses Reviers aus dem Weg. Nur bei der Jungtieraufzucht hilft sich das Paar gegenseitig.
Namensgebend ist ihre Nackenmähne, die sie sträuben wenn sie aufgeregt sind. Sie haben einige Besonderheiten, welche bei anderen Raubtieren nicht vorkommen. So haben sie z.B. sehr lange Beine, wahrscheinlich eine Anpassung an das hohe Gras der Pampa (südamerikanische Steppe), und sie bewegen sich im Passgang (beim Gehen sind immer beide Beine einer Seite in der Luft) fort, wie z.B. Elefanten und Giraffen. Mähnenwölfe sind richtige „Stinker“. Ein Sekret, das zur Reviermarkierung genutzt wird sorgt dafür, dass man die Tiere bei Weitem früher riecht, als man sie sieht.
Trotz seines Namens ist der Mähnenwolf mit dem eigentlichen Wolf nur sehr entfernt verwandt, auch sein Aussehen ähnelt eher einem hochbeinigen Fuchs, als dem des Wolfes. Auch im Verhalten ähneln sie eher dem Fuchs, sie leben z.B. gerne in der Nähe der Menschen, wegen der Abfälle und des Ungeziefers wie etwa Mäuse.
Trotz ihrer Größe stehen nur kleine Beutetiere wie Vögel, Mäuse, Eidechsen und große Insekten auf dem Speiseplan, der ebenfalls viel pflanzliche Kost enthält. Bei der Jagd zeigt der Mähnenwolf viel Geduld, er wartet lange bis sich seine Beute bewegt und schnappt dann zielsicher zu. Aber sein Gebiss hat sich auch der pflanzlichen Nahrung angepasst, zu den Reißzähnen haben sie pflanzenfresserähnliche, flache Backenzähne zum Zermahlen der Pflanzen.