Tierlexikon: Mohrenmaki

Aufgenommen auf Madagaskar 2012 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Eulemur macaco
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Madagaskar
Lebensraum:
vorwiegend feuchte Wälder
Gattung:
Braune Makis
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gefährdet

Mohrenmakis bilden Gruppen von bis zu 15 Tieren in denen in der Regel genauso viele Männchen wie Weibchen und deren Nachwuchs leben und die Weibchen das Sagen haben. Sie haben keinen richtigen Tag-Nacht-Rhythmus und gehen deshalb auch in hellen Vollmondnächten auf Nahrungssuche. Ihr Leben spielt sich hauptsächlich in den mittleren und oberen Regionen der Bäume ab.
Eine wichtige Rolle in Gruppe spielt die gegenseitige Fellpflege, zudem verständigen sich die Mohrenmakis untereinander hauptsächlich durch Berührungen.
Mohrenmakis sind Allesfresser, ernähren sich größtenteils von Früchten, verschmähen aber auch Blätter, Blüten und Pilze nicht. Für einen Eiweißschub erbeutet sie gelegentlich Insekten, wie z.B. Tausendfüßler. Im Allgemeinen variiert ihre Nahrung aber mit der Jahreszeit, so wird z.B. während der trockeneren Monate auch der Nektar ein wichtiger Bestandteil der Futterzusammenstellung.
Die Einheimischen nennen den Mohrenmaki „Ankomba“ oder „Komba“.

Schwarz und Weiß

Bei den Mohrenmakis sind die Männchen komplett schwarz und die Weibchen am Bauch weiß und am Rücken hellbraun. Beide haben Haarbüschel die wie eine Mähne an den Backen wachsen. Auch diese sind bei den Männchen schwarz und bei den Weibchen weiß.

Gefahren für den Mohrenmaki

Der einzige Fressfeind des Mohrenmakis ist der Fossa. Die Hauptgefahr geht allerdings von der extrem schnellen Zerstörung ihres Lebensraums auf Madagaskar aus. Der für sie mögliche Lebensraum wurde auf weniger als 10.000 km2 reduziert und ist stark zersplittert, so dass die einzelnen Gruppen kaum mehr eine Chance haben sich zu treffen. Zudem werden sie wegen ihrer Vorliebe für Früchte von den Menschen als Plantagenschädling gejagt.