Tierlexikon: Mongozmaki

Aufgenommen auf Madagaskar 2012 – Foto:M.Schmid

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Eulemur mongoz
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Madagaskar, Komoren
Lebensraum:
tropischer Regenwald
Gattung:
Braune Makis
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gefährdet

Der Mongozmaki bildet in der Regel Gruppen von etwa sechs Tieren, in denen die Weibchen die Chefrolle inne haben. Die Gruppen bestehen aus einem Pärchen und deren Nachwuchs. Mongozmakis haben einen anderen Tag-Nacht-Rhythmus als die meisten anderen Lemuren. Sie ändern ihr Verhalten immer im Bezug auf die Jahreszeiten und die Gruppengröße. während den trockeneren Jahreszeiten sind sie normalerweise nachtaktiv, wenn es aber wieder kälter wird und mehr Regen fällt verlegen sie ihre wachen Zeiten auf den Tag.
Mongozmakis sind geschickte Kletterer und können zudem weit springen, wobei sie ihren Schwanz als Balancierehilfe nutzen. Untereinander verständigen sich die Mongozmakis durch Gerüche, die sie mit Drüsen an den Handgelenken erzeugen. Das Sekret wird auch zur Reviermarkierung verwendet. Wichtig für das soziale Gefüge innerhalb der Gruppe sind vor allem Berührungen, wie z.B. die gegenseitige Fellpflege.
Der Mongozmaki ernährt sich, anders als die meisten anderen Lemuren, nur von Pflanzen.

Gefahren für den Mongozmaki

Als Fressfeind kann dem Mongozmaki auf Madagaskar nur der Fossa gefährlich werden. Die größte Gefahr für die Art liegt in der Zerstörung seines Lebensraums, insbesondere durch die Brandrodung. Zudem jagen die Bewohner der Insel mittlerweile die Tiere, die sie früher als Reinkarnation ihrer Ahnen sahen, als Ersatz für teures Nutztierfleisch. Zur Zeit laufen Schutzbemühungen, die Art in freier Wildbahn zu erhalten, denn sie Zoopopulation mit etwa hundert Tieren ist wahrscheinlich nicht groß genug eine neue Population auf zu bauen, wenn die Art auf Madagaskar erst einmal ausgerottet wurde.