Tierlexikon: Moschusente

Moschusente im Rarittenzoo Ebbs 2011 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Cairina moschata
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Belize, Bolivien, Brasilien, Kolumbien, Costa Rica, Ecuador, El Salvador, Französisch Guiana, Guatemala, Guyana, Honduras, Mexiko, Nicaragua, Panama, Paraguay, Peru, Suriname, USA, Uruguay, Venezuela, Trinidad und Tobago, Chile, Puerto Rico
Lebensraum:
Sumpfgebiete, Mangrovenwälder, Seen und Teiche sowie leicht bewaldete Flächen
Gattung:
Moschusenten
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Moschusenten leben als Pärchen oder in kleinen Gruppen. Früher konnte man Scharen von bis zu 100 Vögeln beobachten, was jedoch wegen des Bestandsrückgangs kaum mehr vorkommt. Obwohl die Moschusente Süßwasser bevorzugt lebt sie auch in Brackwasserzonen und Lagunen. Am aktivsten sind Moschusenten in den Morgen- und Abendstunden.
Bei den Moschusenten werden die Männchen deutlich größer als die Weibchen, ebenso ist beim Erpel der lederne, rötliche Stirnhöcker stärker ausgeprägt. Die Moschusente hat ein schwarzes, bunt schimmerndes Gefieder mit weißen Flügeldecken.
Die Moschusente ist ein Allesfresser, der aber Wasserpflanzen, Samen und Baumfrüchte bevorzugt. Gelengentlich, meist während der Brutzeit ergänzt sie ihren Speiseplan durch Schnecken, Insekten, Krebs- und kleinen Wirbeltieren, sowie kleinen Fischen.
Die Moschusente kann bis zu drei Mal im Jahr brüten. Sie baut ihr Nest in Baumhöhlen und legt bis zu 21 Eier., die etwas mehr als einen Monat lang ausgebrütet werden. Unmittelbar nach dem Schlüpfen verlassen die Küken das Nest und springen auf den Erdboden, ehe sie ihren Eltern ins Wasser folgen. Das kann durchaus gefährlich aussehen, wird aber von den Küken meist ohne Verletzung überstanden.

Die Moschusente als Haustier

Bereits seit mehreren hundert Jahren wird die Moschusente in Südamerika als Haustier gehalten. Deshalb gibt es heute viele unterschiedliche Farbvariationen. Die domestizierte Form der Moschusente wird Warzen- oder Türkenente genannt und hat deutlich mehr Gewicht als die Wildform. Heute wird sie in Süd- und Mittelamerika als Zuchtente gehalten und ist ein fester Bestandteil auf dem Speiseplan der dort lebenden Menschen.
Nach der Entdeckung Amerikas 1492 breitete sich die Zuchtform rasch weltweit aus. Im Jahre 1514 brachten sie Spanier das erste Mal nach Europa, von wo aus sie nach Afrika, Madagaskar und ins tropische Asien gebracht wurde.