Tierlexikon: Nilgans

Nilgans im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Nilgans im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Alopochen aegyptiaca
Verbreitung kontinental:
Afrika, Europa, Asien
Verbreitung regional:
Angola, Botswana, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, Zentralafrika, Tschad, Kongo, Demokratische Republik Kongo, Dschibuti, Ägypten, Äquatorialguinea, Eritrea, Äthiopien, Gabon, Gambia, Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Lesotho, Malawi, Mali, Mauretanien, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Somalia, South Africa; South Sudan; Sudan; Swasiland, Tansania, Uganda, Sambia, Simbabwe, Österreich, Belgien, Dänemark, Niederlande, Vereinigte Arabische Emirate, England, Algerien, Benin, China, Elfenbeinküste, Zypern, Frankreich, Ghana, Ungarn, Malta, Oman, Spanien, Togo, Qatar
Lebensraum:
Feuchtgebiete
Gattung:
Nilgänse
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Die Nilgans lebt in Schwärmen, paarweise oder allein. Während der Brutzeit sind die monogamen Pärchen jedoch ausgesprochen territorial. Dann dulden sie keine anderen Gänsevögel in der Nähe ihres Nestes, es wurde sogar schon beobachtet, dass eine Nilgans einen Graureiher vertreiben hat. Obwohl sie immer am Wasser leben, verbringen sie die meiste Zeit an Land. Die Nilgans ist eine der häufigsten Gänsevögel Afrikas.
Männchen und Weibchen sehen gleich aus, es ist aber möglich sie an der Stimme zu unterscheiden. Während die Männchen meist nur Zischen, geben die Weibchen meist ein helles Schnattern von sich. Nilgänse sind ausgezeichnete Schwimmer und Taucher, die bei Gefahr ins Wasser flüchten.
Nilgänse sind zwar Allesfresser, ernähren sich aber fast ausschließlich von Pflanzen, die sie an Land abweiden.
Nilgänse brüten in der Regel immer in der Nähe des Wassers. Beliebte Nistplätze sind Baum- oder Felshöhlen. Die Tiere legen in der Regel bis zu acht Eier, die sie etwa ein Monat lang ausbrüten. Die Brutzeit ist nicht zeitgebunden, wenn Klima, sowie Wasser- und Nahrungsangebot stimmen, können sie jederzeit mit der Brut beginnen. Die Küken werden mit etwa zehn Wochen flugfähig und spätestens mit drei Jahren geschlechtsreif.
Die Nilgans hat sich seit Ende des letzten Jahrtausends immer mehr in Mitteleuropa ausgebreitet. Diese Tiere sind wahrscheinlich Gehegeflüchtlinge. Mitteleuropa ist nicht unbedingt fremdes Territorium für die Nilgans, einst war sie am Balkan heimisch, wurde dort jedoch ausgerottet. Die alten Ägypter hielten die Nilgans für heilig, sie war dem Schöpfergott Amun zugeordnet.

Was ist eine Halbgans?

Die Nilgans ist eine Halbgans. Das heißt sie hat Eigenschaften mit der Gans ebenso wie der Ente gemeinsam. Z.B. verbringt eine Halbgans, ebenso wie die Ente, viel Zeit im Wasser, aber Männchen und Weibchen sehen, ebenso wie bei der Gans, gleich aus.