Tierlexikon: Nymphensittich

Nymphensittich im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Nymphensittich im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Nymphicus hollandicus
Verbreitung kontinental:
Australien, Amerika
Verbreitung regional:
Australien, Puerto Rico
Lebensraum:
Wälder, Savannen, Busch- und Grasland, sowie Kulturland
Gattung:
Nymphensittiche
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Nymphensittich lebt in Schwärmen von bis zu 50 Tieren. Diese Schwärme ziehen auf Nahrungssuche umher, während der Brutzeit bleiben sie aber bis die Jungvögel selbstständig sind an einem Ort. An Wasserstellen können diese Gruppen aufeinandertreffen, wobei sich Ansammlungen von über 1.000 Vögeln ergeben können.
Der Nymphensittich hat ein graues Gefieder, mit weißen Handschwingen und einem gelben Gesicht, das rote Flecken auf den Wangen aufweist. Er hat eine Federhaube, ähnlich dem Kakadu, die er aufstellen kann. Anhand dieser kann man auch die Geschlechter unterscheiden, denn während die Haube der Männchen gelb ist, besteht sie bei den Weibchen aus grauen Federn.
Der Nymphensittich ist ein reiner Vegetarier. Er ernährt sich von Samen, Beeren und anderen Pflanzenteilen, wie etwa Wurzeln. Er benötigt regelmäßig Frischwasser, wobei die Tiere eines Schwarms zum Trinken immer wieder abwechselnd im seichten Wasser landen, schnell trinken und wieder auffliegen.
Der Nymphensittich baut sein Nest in Baumhöhlen, die immer in der Nähe von Wasserquellen liegen. Das Weibchen legt bis zu sechs Eier, die etwa drei Wochen lang tagsüber vom Männchen und nachts vom Weibchen ausgebrütet werden. Die Jungvögel werden nach dem Schlupf noch etwa zwei Monate versorgt, ehe sie selbstständig werden.
Der Nymphensittich hat im Gegensatz zu vielen anderen Arten vom Menschen profitiert. So ermöglichen es ihm etwa Viehtränken Gebiete zu besiedeln, in der die Art früher mangels Frischwasser nicht leben konnte. Zudem haben sich Gehegeflüchtlinge in den Städten angesiedelt. Seit über 60 Jahren werden Nymphensittiche als Haustiere gezüchtet, wobei sich mittlerweile viele unterschiedliche Farbschläge ergeben haben.