Tierlexikon: Palmgeier

Palmgeier im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Palmgeier im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Gypohierax angolensis
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Angola, Benin, Botswana, Burkina Faso, Burundi, Kamerun, Zentralafrika, Tschad, Kongo, Demokratische Republik Kongo, Elfenbeinküste, Äquatorialguinea, Gabun, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Kenia, Liberia, Malawi, Mali, Mosambik, Namibia, Niger, Nigeria, Ruanda, Senegal, Sierra Leone, Südafrika, Südsudan, Sudan, Tansania, Togo, Uganda, Sambia, Simbabwe, Lesotho
Lebensraum:
Regenwälder und bewaldete Gebiete, sowie Ränder von Palmölplantagen
Gattung:
Palmgeier
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Palmgeier lebt paarweise oder als Einzelgänger.
Der Name des Palmgeiers ist eher irreführend, da er nur im entferntesten Sinne mit dem Geier verwandt. Unter den Greifvögel ist er mit einer Spannweite von etwa 1,5 Metern eher Durchschnitt. Er gilt als eher stillerer Vogel, Rufe sind nur sehr selten zu hören. Der Palmgeier ist ein geschickter Kletterer, was ihm auf der Such nach Nahrung entgegen kommt.
Der Palmgeier ist, für einen Raubvogel sehr untypisch, beinahe ein Vegetarier. Seine bevorzugte Nahrung sind die Früchte der Öl- und Raphiapalme, was ihm auch seinen Namen eingebracht hat. Außerdem stehen auf seinem Speiseplan auch andere ölhaltige Früchte, sowie gelegentlich Fisch, Krebstiere oder kleine Amphibien.
Der Palmgeier baut sein Nest auf Bäumen und nutzt es mehrere Male. Bei jeder Brut werden ein, selten auch zwei Eier gelegt. Das Weibchen kümmert sich alleine um das Brüten, die Aufzucht übernehmen dann die Eltern gemeinsam.
Seine Vorlieben für Palmenfrüchte macht den Palmgeier zu einem sehr unbeliebten Gast auf Plantagen.