Tierlexikon: Peposakaente

Peposakaente im Vogelpark Irgenöd - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Peposakaente im Vogelpark Irgenöd – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Netta peposaca
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Bolivien, Brasilien, Chile, Paraguay, Uruguay, Falkland Inseln, Südgeorgien und die Südlichen Sandwichinseln
Lebensraum:
Seen, Sümpfe und Mangrovenwälder
Gattung:
Netta
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Die Peposakaente, auch Rosenschnabelente und selten Blutschnabelente genannt, lebt in großen Gruppen, zum Brüten sondern sich aber die einzelnen Paare ab. Die Peposakaente zählt zu den häufigsten Enten Südamerikas. Im mittleren Südamerika sind die Tiere Standvögel, die südlicheren Populationen ziehen über den Winter allerdings nach Brasilien. Die Peposakaente ist tagaktiv.
Die Peposakaente ist eine massige Ente mit einem großem Kopf, die etwa ein Kilo schwer und bis zu einem halben Meter groß werden können. Beide Geschlechter unterscheiden sich deutlich. Der Erpel hat ein schwarzes, violett schimmerndes Gefieder, rote Augen und zudem einen auffälligen karminroten Schnabel mit einem Höcker. Die Weibchen sind unauffälliger braun gefärbt, haben einen grauen Schnabel und eine weiße Brille um die dunklen Augen.
Die Peposakaente ist ein reiner Pflanzenfresser, der sich hauptsächlich von Gras, Samen und Wasserpflanzen. Sie sucht ihre Nahrung im Wasser ebenso wie an Land.
Die Peposakaente baut ihr Nest im Schilf am Ufer von Gewässern. Das Weibchen legt bis zu zwölf grünliche Eier, die etwas mehr als einen Monat ausgebrütet werden. Im Gegensatz zu den erwachsenen Tieren ernähren sich die Küken von Insekten und deren Larven. Die Versorgung der Küken ist ebenso wie das Ausbrüten reine Frauensache, der Erpel interessiert nicht für den Nachwuchs. Nach knapp zwei Monaten sind die Jungvögel dann selbstständig.
Die Peposakaente ist ein beliebtes Opfer der Kuckucksente. Diese Entenart zeigt ein ähnliches Verhalten wie der bei uns heimische Kuckuck und legt seine Eier in fremde Nester. Die Peposakaente ist für südamerikanische Jäger dasselbe wie die Stockente für die Europäischen. Sie wird häufig gejagt und gegessen. In Europa wird die Art gerne als Ziergeflügel gehalten, da sie den Winter ohne Probleme überstehen. In London hielt man die ersten Peposakaenten nachweislich 1873 in Berlin nur kurz später im Jahre 1882.