Tierlexikon: Ronquières-Pute

Ronquières-Pute im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Ronquières-Pute im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Meleagris gallopavo f. domestica
Ursprung kontinental:
Amerika
Ursprung regional:
Nordamerika

Die Ronquières-Pute stammt ursprünglich aus Nordamerika und wurde bereits kurz nach der Entdeckung Amerikas durch die Spanier gezüchtet. Wobei nicht sicher ist, ob sie von den Eingeborenen übernommen, oder selbst domestiziert wurde. Ihren Namen erhielt sie von der Ortschaft Ronquières in der Nähe von Brüssel, wo sie im 18.Jahrhundert erstmalig in großer Zahl gezüchtet wurde.
Die Ronquières-Pute kann ein Gewicht von bis zu zehn Kilo erreichen und durchschnittlich fünf Eier pro Monat legen. Die Ronquières-Pute kommt in mehreren Farbschlägen vor. Sie wird gerne wegen der hohen Qualität ihres Fleisches und ihrer großen Fortpflanzungsfreudigkeit gezüchtet.
Der als „Hermelin“ bekannte Farbschlag ist in Deutschland als Cröllwitzer Pute bekannt. Sie überlebte als einzige Zuchtform der Ronquières-Pute den Zweiten Weltkrieg in großer Zahl. Erst zu Beginn der 1990er Jahre wurde ein kleiner Restbestand der original Zuchtlinie in der belgischen Region Campine gefunden, durch den alle alten Farbschläge wieder gezüchtet werden konnten.