Tierlexikon: Rosellasittich

Rosellasittich im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Rosellasittich im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Platycercus eximius
Verbreitung kontinental:
Australien
Verbreitung regional:
Australien, Neuseeland
Lebensraum:
lichte Trockenwälder, deren Ränder und menschliche Siedlungen
Gattung:
Plattschweifsittiche
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Rosellasittich lebt in kleineren Gruppen von bis zu 20 Vögeln. Gelegentlich wurden auch Gruppen von mehr als 100 Tieren und Mischverbände mit anderen Sitticharten dokumentiert. Der Rosellasittich ist tagaktiv und zieht sich zum Schlafen in Bäume und Sträucher zurück.
Der Rosellasittich kann bis zu 30 Zentimeter groß und etwa 100 Gramm schwer werden. Er ist ein sehr bunter Vogel. Sein Kopf und die Brust sind rot, während der Bauch gelb-grün gefärbt ist. Die Flügel sind schwarz, gelb und blau, zudem hat er einen weißen Kehlfleck.
Der Rosellasittich ist ein Allesfresser. Auf seinem Speiseplan stehen Samen, Früchte, Knospen und Beeren ebenso wie Insekten und deren Larven. Er sucht seine Nahrung in erster Linie auf dem Boden.
Hat sich bei den Rosellasittichen einmal ein Paar gefunden, bleibt es sich ein Leben lang treu. Zur Brutzeit trennen sich diese Pärchen von der Gruppe ab und beanspruchen ein Territorium, in dem sie keine Artgenossen dulden. Der Rosellasittich baut sein Nest in Baumhöhlen oder bereitgestellte Nistkästen. Das Weibchen legt dann bis zu acht Eier, die es alleine etwa drei Wochen lang ausbrütet. Das Männchen versorgt seine Partnerin währenddessen mit Nahrung. Die Jungvögel werden dann nach dem Schlüpfen noch etwas mehr als einen Monat von beiden Elternteilen versorgt, ehe sie selbstständig werden.
Bei den Menschen in seinem Verbreitungsgebiet ist der Rosellasittich besonders in größeren Gruppen nicht sonderlich beliebt, da sie Ziergärten und Getreidefelder verwüsten und für größere Ernteausfällen sorgen können.

Der Rosellasittich als Haustier

In Australien gibt es einen großen Kreis organisierter Züchter, die gezielt Farbschläge und Unterarten züchten. Außerhalb des fünften Kontinents wurde nie sonderlich auf Unterarten oder Farbschläge geachtet, so dass es heute kaum Vögel gibt die in ihrer Unterart als reinrassig bezeichnet werden können. In der Gehegehaltung eignen sich Rosellasittiche nicht für die Käfighaltung, da sie nur paarweise gehalten werden können.

Unterarten des Rosellasittich

Der Rosellasittich wird in drei Unterarten aufgeteilt, die nach ihrem Verbreitungsgebiet unterschieden werden.

Platycercus eximius diemenensis – Tasmanien

Platycercus eximius elecica – südöstliches australisches Festland

Platycercus eximius eximius – restliches Verbreitungsgebiet