Tierlexikon: Rotschnabelschweifkitta

Rotschnabelschweifkitta im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Rotschnabelschweifkitta im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Urocissa erythroryncha
Verbreitung kontinental:
Asien
Verbreitung regional:
Bangladesch, Kambodscha, China, Indien, Laos, Myanmar, Nepal, Thailand, Vietnam
Lebensraum:
tropischer Tieflandregenwald
Gattung:
Kittas
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Rotschnabelschweifkitta lebt in Gruppen von bis zu zwölf Vögeln und ist tagaktiv. Während der Nahrungssuche halten die Tiere mit lauten Rufen Kontakt.
Der Rotschnabelschweifkitta erreicht eine Körperlänge von bis zu einem halben Meter, wovon mehr als zwei Drittel davon auf den Schwanz entfallen, was zu einem Teil seines Namens führte. Das Gefieder ist blau, weiß und Schwarz gefärbt. Charakteristisch ist der weiße Längsstreifen auf dem schwarzen Kopf und die schwarz-weiße Streifung auf der Unterseite des Schweifs. Der Rotschnabelschweifkitta gilt als sehr neugierig, flink und frech. Er verständigt sich mit Rasselgeräuschen und flötenähnlichen Pfiffen, kann aber auch die menschliche Stimme und andere Geräusche imitieren. Zudem ist er sehr räuberisch veranlagt, wenn ihnen etwas gefällt, wird es gestohlen.
Der Rotschnabelschweifkitta ist ein Allesfresser. Auf seinem Speiseplan stehen Samen und Früchte, aber ebenso Vogeleier, kleine Vögel, Mäuse und Insekten.
Der Rotschnabelschweifkitta baut sein Nest in hohen Bäumen. Das Weibchen legt dann bis zu fünf Eier, die es alleine knapp drei Wochen lang ausbrütet. Nach dem Schlüpfen werden die Jungvögel noch etwa einen Monat lang von beiden Elternteilen versorgt, ehe sie selbstständig werden. Sie bleiben allerdings noch ein Viertel Jahr in der Gruppe der Eltern, dann suchen sie sich einen eigenen Verband. Während der Paarungszeit sind Rotschnabelschweifkittas sehr aggressiv und verteidigen ihr Revier gegen Eindringlinge durch kräftige Schläge mit ihrem Schnabel. Das betrifft sogar die vertrauten Pfleger, wenn sie in Gehegehaltung leben.
Rotschnabelschweifkittas ist ein „Jagdverderber“. Das bedeutet, dass sie Raubtieren in sicherer Entfernung begleiten und deren Beutezüge durch laute Rufe vereiteln. Sie werden gerne in Zoos und als Haustiere gehalten, da sie schnell zahm werden.

Unterarten des Rotschnabelschweifkitta

Der Rotschnabelschweifkitta ist in fünf Unterarten aufgeteilt, die nach ihrem Verbreitungsgebiet unterschieden werden.

Urocissa erythroryncha alticola
südwestliches China und nordöstliches Myanmar

Urocissa erythroryncha brevivexilla
chinesische Region Mandschurei

Urocissa erythroryncha magnirostris
indischer Bundesstaat Assam und südostasiatisches Festland

Urocissa erythroryncha occipitalis
Himalaya-Region

Urocissa erythroryncha erythroryncha
restliches Verbreitungsgebiet