Tierlexikon: Rotschulterente

Aufgenommen im Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Callonetta leucophrys
Verbreitung kontinental:
Amerika
Verbreitung regional:
Argentinien, Bolivien, Brasilien, Paraguay, Uruguay
Lebensraum:
Überflutungsgebiete und Flachwasserzonen der Savanne
Gattung:
Rotschulterenten
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Rotschulterenten leben in losen Gruppen die bis zu 1.000 Tiere stark werden können.
Die Rotschulterente zählt mit grade einmal etwas über 30 Zentimeter Körperlänge und einem Gewicht vom maximal 360 Gramm zu den kleinsten Entenarten überhaupt. Wie bei den meisten Enten kann man die Geschlechter gut unterscheiden. Der Erpel hat einen bläulichen Schnabel, ein buntes Gefieder und der namensgebende rote Flügelrücken kommt auch nur bei den Männchen vor. Das Weibchen dagegen hat eine gräulich-brauen Schnabel und ein schlichtes braunes Gefieder.
Rotschulterenten sind reine Vegetarier, die Wasserpflanzen, Gräsern und Kräutern bevorzugen.
Die Rotschulterente baut ihr Nest auf kleinen Schilfinseln oder an Land in dichtem Gestrüpp. Das Weibchen legt bis zu zwölf Eier die nur etwas mehr als drei Wochen lang ausgebrütet werden. Die Männchen beteiligen sich nicht am Brutgeschäft, blieben aber immer in der Nähe des Partners.
Man unterstellte der Rotschulterente oft einen hinkenden Gang, doch Forscher haben bewiesen, dass dies eine Sinnestäuschung ist. Es wirkt so als würde sie hinken, weil die Rotschulterente nur bei jedem zweiten Schritt nickt, was auf den ersten Blick wie ein unrunder Gang aussieht. In Europa wurden gelegentlich wilde Rotschulterenten gesehen, hierbei handelt es sich jedoch immer um Gehegeflüchtlinge, es ist davon auszugehen, dass die Art in Mitteleuropa in freier Wildbahn nicht überlebensfähig ist.