Tierlexikon: Schildturako

Schildturako im Tierpark Hellabrunn 2013 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Musophaga violacea
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Benin, Burkina Faso, Kamerun, Zentralafrika, Tschad, Elfenbeinküste, Gambia, Ghana, Guinea, Guinea-Bissau, Liberia, Mali, Niger, Nigeria, Senegal, Togo, Sierra Leone
Lebensraum:
Regenwälder, Galeriewälder, Waldränder, Parks und Savannen
Gattung:
Schildturakos
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Schildturako lebt als Einzelgänger oder paarweise in den Baumkronen. Er ist tagaktiv und schläft nachts in den Baumwipfeln. Seinen Namen verdankt der Vogel einem gelben Schild, der auf seinem Kopf wächst und von der Stirn bis zum Schnabel reicht.
Der Schildturako ist kein besonders guter Flieger, klettert aber sehr geschickt, dank einer Wendezehe, die er bei Bedarf nach vorne oder nach hinten richten kann. Der Schildturako hat ein buntes Gefieder, das zwar schwarz wirkt, aber im richtigen Licht in allen Farben schimmert. Die Federn an den Flügelspitzen sind blau gesäumt und an den Spitzen karminrot gefärbt. Diese rote Farbe ist eine absolute Besonderheit in der Vogelwelt. Sie wäscht sich mit der Zeit aus dem Gefieder heraus, ist aber in den neuen Federn nach der Mauser wieder vollständig vorhanden.
Der Schildturako ist ein Allesfresser, der sich bevorzugt von Feigen, Blüten , Knospen und Insekten ernährt.
Der Schildturako brütet etwa einen Monat lang auf ein oder zwei Eiern. Die Jungvögel bleiben etwa drei Wochen im Nest und sind nach ungefähr eineinhalb Monaten selbstständig.
Der Schildturako ist mit den Kuckucken verwandt, was ihm aber äußerlich und im Verhalten nicht anzumerken ist. Sein Ruf ist ein charakteristisches Geräusch in der afrikanischen Wildnis, das viele Menschen mit Urwald in Verbindung bringen.