Tierlexikon: Shetland-Pony

Shetland-Pony im Tierpark Hellabrunn - Foto: M,Schmid/zoogast.de

Shetland-Pony im Tierpark Hellabrunn – Foto: M,Schmid/zoogast.de

Allgemein
domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Equus africanus f. asinus
Ursprung kontinental:
Europa
Ursprung regional:
Shetland-Inseln

Das Shetland-Pony existierte schon in der Steinzeit auf den Inseln im Nordatlantik. Wann die Tiere genau domestiziert wurden, kann nicht mehr fest gestellt werden, jedoch berichteten schon die alten Römer von Zwergpferden in Schottland und die Normannen brachten von ihren Raubzügen die kleinen Ponys mit.
Das Shetland-Pony gehört im Verhältnis Kraft-Körpergröße zu den stärksten Pferden überhaupt. Ein austrainiertes Tier kann locker das Doppelte seines Körpergewichts ziehen und bis zu 60 Kilo Last tragen. Das Shetland-Pony gilt als genügsam, robust, langlebig und intelligent. Die Tiere werden nur etwas über einen Meter groß. Da die Shetland-Ponys in einem klimatisch sehr rauen Gebiet leben, blieb die Art lange ohne Zuchteinflüsse, da Tiere aus Kreuzungen mit anderen Arten in dieser Umgebung nicht sonderlich überlebensfähig waren.
Als in Großbritannien die Kinderarbeit abgeschafft wurde, ersetzten die Shetland-Ponys deren Arbeitskraft im Bergbau und der Landwirtschaft. Noch bis zu den Anfängen des zweiten Weltkrieges wurden die Tiere im Vereinigten Königreich als Minenpferde genutzt. Heute werden sie als Reitpferde für Kinder, von Privatleuten oder in zoologischen Einrichtungen und für den Zirkus gehalten.