Tierlexikon: Silberfasan

Silberfasan im Raritätenzoo Ebbs - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Silberfasan im Raritätenzoo Ebbs – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Lophura nycthemera
Verbreitung kontinental:
Asien, Amerika
Verbreitung regional:
Kambodscha, China, Laos, Myanmar, Thailand, Vietnam, Argentinien
Lebensraum:
Laub- und Mischwälder in Mittelgebirgen über 2000 m
Gattung:
Hühnerfasane
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Der Silberfasan lebt in sogenannten Haremsgruppen, die aus einem Männchen und bis zu fünf Weibchen bestehen können. Er ist tagaktiv und verbringt den Großteil seines Lebens auf dem Boden.
Beim Silberfasan sind Männchen und Weibchen gut zu unterscheiden. Die Weibchen sind schlicht braun gefärbt und haben nur eine kleine rote Gesichtsmaske. Die Männchen dagegen haben die silbrig weiße Färbung an Schwanz und Flügeln, die auch zum Namen der Art führte. Ansonsten hat das Männchen einen schwarzen Bauch und eine rote Gesichtsmaske. Silberfasanmännchen gelten als besonders aggressiv, sie versuchen meist ihre Gegner mit dem Fußsporn und dem scharfen Schnabel zu verletzen. Deshalb können sie in Gehegehaltung kaum mit anderen Arten zusammen untergebracht werden, in freier Wildbahn schlagen sie so auch nicht selten Fressfeinde oder unbewaffnete Menschen in die Flucht.
Der Silberfasan ist ein Allesfresser. Auf seinem Speiseplan stehen neben Knollen, Früchten und Samen auch Insekten und Würmer.
Beim Silberfasan ist mit der Begattung der Anteil des Hahns an der Jungenaufzucht erledigt. Danach bewacht er nur noch sein Revier und damit auch die Hennen und den Nachwuchs, solange sie dieses nicht verlassen. Das Weibchen scharrt eine Erdmulde zwischen Sträuchern aus und legt dann bis zu acht Eier, die es knapp einen Monat lang ausbrütet. Die Jungvögel bleiben bis zur nächsten Brutsaison bei der Mutter, ehe sie vom Vater vertrieben werden.
Der Silberfasan war oft Motiv und Inspiration, chinesischer Kunst und Literatur. Er dort auch als „Weißer Phönix“ bezeichnet. Silberfasanweibchen werden in der Zucht gerne als Ammen für Eier anderer Vogeleier eingesetzt, da sie als gute Mütter gelten.