Tierlexikon: Silberwangenhornvogel

Silberwangenhornvogel im Raritätenzoo Ebbs 2013 – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Bycanistes brevis
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Äthiopien, Kenia, Malawi, Mosambik, Südafrika, Südsudan, Sudan, Tansania, Sambia, Simbabwe, Eritrea
Lebensraum:
Küsten- und Galeriewälder
Gattung:
Kehlsack-Hornvögel
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Silberwangen-Hornvögel leben als Pärchen und schließen sich manchmal mit mehreren anderen Pärchen zu losen Gruppen zusammen. Die Vögel sind tagaktiv und verbringen die Nächte gemeinsam auf sogenannten Schlafbäumen.
Silberwangen-Hornvögel geben Laute von sich die einem Grunzen ähneln. Wenn sie Fliegen erzeugen sie ein lautes Geräusch, das einem Hubschrauber ähnelt.
Zum Brüten zieht sich das Weibchen in eine Baumhöhle zurück. Im Gegensatz zu anderen Hornvogelarten mauert bei den Silberwangen-Hornvögeln das Männchen und nicht das Weibchen den Eingang bis auf eine kleine Lücke zu. Zu diesem Zweck trägt es pro Tag etwa 235 Lehmkügelchen zur Bruthöhle und nutzt sie zusammen mit seinem Speichel als Baumaterial. Dann bringt es sich etwa drei Monate lang, bis zum Flüggewerden der Jungvögel, in über 1.600 Anflüge etwa 24.000 Früchte für das Weibchen und seine Nachkommen an das Nest. Diese Taktik schützt den Nachwuchs vor Nesträubern, wie z.B. Affen.
Die meisten heutigen Erkenntnisse über die Art und ihr Verhalten, dokumentierte der britische Ornithologe Reginald Ernest Moreau Mitte des zwanzigsten Jahrhunderts.