Tierlexikon: Steppenzebra

Steppenzebra im Vogelpark Irgenöd - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Steppenzebra im Vogelpark Irgenöd – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Equus quagga
Verbreitung kontinental:
Afrika
Verbreitung regional:
Botswana, Demokratische Republik Kongo, Äthiopien, Kenia, Malawi, Mosambik, Namibia, Ruanda, Somalia, Südafrika, Südsudan, Swasiland, Tansania, Uganda, Sambia, Simbabwe
Lebensraum:
Savannen
Gattung:
Pferde
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Das Steppenzebra lebt in Familienverbänden von bis zu 15 Tieren, die aus einem Hengst, mehreren Stuten und deren Nachwuchs besteht. Die Größe dieser Herden ist immer von der verfügbaren Nahrung abhängig. Gelegentlich bilden jugendliche Hengste bis zur Geschlechtsreife auch Junggesellengruppen. Innerhalb dieser Herden herrscht ein großer Zusammenhalt, verschwindet ein Tier, sucht die ganze Gruppe sehr lange und intensiv nach ihm. Die Herden werden von der erfahrensten Stute bei Wanderungen geleitet, während der Hengst immer am Ende läuft.
Das Steppenzebra ernährt sich ausschließlich von Gräsern und Kräutern. Zudem muss es täglich trinken. Wenn es in Trockenzeiten kein Wasserloch findet, versucht es mit Hufen nach Wasser zu graben.
Das Steppenzebra hat eine individuelle Streifenzeichnung, ähnlich dem Tiger, an der jedes einzelne Tier wiedererkannt werden kann. Lang glaubte man, dass die Streifen zur Tarnung vor Raubtieren helfen sollten, doch die Wissenschaft ist heute weitestgehend anderer Meinung. Die heute populärste Theorie besagt, dass die Streifen das Steppenzebra für Insekten unsichtbar macht und somit Parasitenbefall mindert. Das Steppenzebra wiehert nicht, sondern gibt einen speziellen Ruf von sich der einem „juk-juk“ ähnelt.
Die Schwangerschaft eines Steppenzebras dauert etwa ein Jahr. Das Fohlen wiegt bei der Geburt etwa 30 Kilo, steht nach durchschnittlich elf Minuten auf den eigenen Beinen und trinkt nach etwa einer Stunde zum ersten Mal Milch bei der Mutter. Steppenzebras wachsen sehr schnell, bereits nach einem Jahr sind sie optisch nicht mehr von den erwachsenen Tieren zu unterscheiden. Die Jungtiere bleiben in der Regel bis zur Geburt eines neuen Jungtiers bei der Mutter, was mindestens 14 Monate dauert. Übernimmt ein fremder Hengst die Herde wurde beobachtet, dass dieser gelegentlich alle Jungtiere unter einem halben Jahr tötet. Ältere Jungtiere sind nicht gefährdet.
Das Steppenzebra hat viele Fressfeinde, wie Geparden, Leoparden, Afrikanische Wildhunde und Hyänen, gegen die es sich auch erfolgreich mit Tritten und Bissen verteidigen kann, am gefährlichsten für die Art ist jedoch der Löwe. In den meisten Regionen in denen beide Arten vorkommen, ist das Zebra das bevorzugte Beutetier des Löwen.

Unterarten des Steppenzebras

Das Steppenzebra wird von der IUCN nicht in Unterarten unterteilt, es gibt aber andere wissenschaftliche Quellen, die mehrere Unterarten nach Fellmusterung und Schädelmerkmalen unterscheiden. In zoologischen Einrichtungen wird das Steppenzebra auch so unterteilt.

Böhm-oder Grant-Zebra
Equus quagga boehmi
Das Böhm-Zebra lebt in Kenia, Tansania, Uganda und Sambia. Es sit die häufigste Art des Steppenzebras und auch die bekannteste, da sie an den großen Tierwanderungen mit den Gnus in der Serengeti teilnimmt. Sie haben eine relativ enge Zeichnung.

Chapman-Zebra
Equus quagga chapmani
Das Chapman-Zebra lebt hauptsächlich in Simbabwe, Botswana und Sambia. Es wurde nach dem Naturforscher James Chapman benannt und hat eine deutliche schwarze Streifung mit braunen Zwischenstreifen.