Tierlexikon: Sumpfwallaby

Sumpfwallaby im Tierpark Hellabrunn - Foto: M.Schmid/zoogast.de

Sumpfwallaby im Tierpark Hellabrunn – Foto: M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Wallabia bicolor
Verbreitung kontinental:
Australien
Verbreitung regional:
Australien
Lebensraum:
sumpfiges Dickicht, Wälder und offene Graslandschaften
Gattung:
Wallabia
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: nicht gefährdet

Das Sumpfwallaby lebt als Einzelgänger und ist hauptsächlich nachtaktiv. Auch wenn sie ein festes Revier beanspruchen, dulden sie auch Artgenossen in ihrem Territorium. Deshalb kann man in nahrungsreichen Gegenden auch lose Gruppen von Sumpfwallabys beobachten.
Das Sumpfwallaby hat ein dichtes Fell, das es ihm sogar möglich macht mit dem europäischen Winter zurecht zu kommen. Bei großer Hitze haben die Tiere eine ungewöhnliche Art entwickelt Kühlung zu erlangen, sie lecken sich die Arme und Hände ab, um ihr Blut dadurch abzukühlen.
Das Sumpfwallaby ist ein reiner Pflanzenfresser und ernährt sich hauptsächlich von Gräsern, Kräutern und Baumrinde.
Nach etwas mehr als einem Monat bringen die Weibchen bei den Sumpfwallabys ein Jungtier zur Welt. Danach saugt sich das Kleine an der Zitze im Beutel der Mutter fest, ehe es ihn nach einem Monat zum ersten Mal verlässt. Kurz nach der Geburt des Embryos paart sich das Sumpfwallaby-Weibchen erneut. Das zweite Jungtier bleibt aber bis zum Verlassen des ersten Jungtieres in Keimruhe, wird erst dann geboren und entwickelt sich weiter. Dieser Besonderheit verdankt das Sumpfwallaby, dass es eine eigene zoologische Art erhielt.