Tierlexikon: Viktoria-Krontaube

Viktoria-Krontauben im Raritätenzoo Ebbs 2011 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
wissenschaftlicher Name:
Goura victoria
Verbreitung kontinental:
Asien
Verbreitung regional:
Indonesien, Papua Neuguinea
Lebensraum:
tropische Regenwälder
Gattung:
Krontauben
Gefährdung:
Rote Liste der IUCN: gering gefährdet

Die Viktoria-Krontaube, auch Fächertaube genannt, lebt als Paar oder in kleinen Gruppen.
Die Viktoria-Krontaube ist einer äußerst schöner Vogel, der mit seiner markanten Krone, die natürlich für einen Teil seines Namens verantwortlich ist, an der schwarzen Gesichtsmaske und an der glänzend bläulichen Gefiederfärbung gut zu erkennen ist. Charakteristisch ist auch der langsame, majestätische Gang, wo bei jedem Schritt der Schwanz auf und ab wippt. Trotz ihrer wuchtigen Erscheinung, mit einer Größe von knapp einem dreiviertel Meter und einem Gewicht von bis zu zweieinhalb Kilo ist sie, wenn auch sehr schwerfällig, in der Lage zu fliegen. Dabei erzeugt sie ein sehr lautes Geräusch.
Die Viktoria-Krontaube ist ein Allesfresser, auf ihrem Speiseplan stehen neben Samen und Früchten auch Insekten. Im Gegensatz zu anderen Taubenarten, scharrt sie aber nicht mit den Füßen auf dem Boden nach Nahrung, sondern pickt mit dem Schnabel auf der Suche den Boden ab.
Die Viktoria-Krontaube baut ihr Nest im Geäst der Bäume. Das Weibchen legt dann nur ein Ei, das es alleine knapp einen Monat lang ausbrütet. Nachdem die Jungvögel geschlüpft sind werden sie noch etwa drei Monate lang von beiden Elternteilen versorgt, ehe sie, noch deutlich kleiner als die Eltern, selbstständig werden.
Die Viktoria-Krontaube wurde bereits im Jahre 1848 erstmals nach Europa gebracht und im Zoo von London ausgestellt. Heutzutage hält man sie in zoologischen Einrichtungen oft frei fliegend in Tropenhallen. Der erste Teil ihres Namens wurde ihr zu Ehren der damaligen britischen Regentin Queen Victoria gegeben.