Tierlexikon: Walliser Schwarzhalsziege

Aufgenommen im Tierpark Hellabrunn 2011 – Foto:M.Schmid/zoogast.de

Allgemein
Domestizierte Art
wissenschaftlicher Name:
Capra aegagrus f. hircus
Ursprung kontinental:
Europa
Ursprung regional:
Schweiz

Die Walliser Schwarzhalsziege hat viele Namen, sie wird auch Sattelziege, Vispertalerziege, Halsene oder Gletschergeiß genannt. Die Abstammung der Walliser Schwarzhalsziege, die zu den ältesten Nutztierrassen der Welt zählt, ist heute nicht mit klar nachvollziehbar. Es gibt zwei Theorien: Die erste besagt, dass die Rasse bereits vor 1.000 Jahren existierte und im Zuge der Völkerwanderung in die Schweiz gebracht wurde. Die zweite besagt, dass die Walliser Schwarzhalsziege von der seit langer Zeit ausgestorbenen Italienischen Kupferziege abstammt und der letzte Vertreter dieser Blutlinie ist.
Die Walliser Schwarzhalsziege ist eine Hochgebirgsrasse und gilt als sehr robust und anspruchslos. Typisch für diese Art ist die Färbung ihres langen und zotteligen Fells, wobei die vordere Körperhälfte immer schwarz und der hintere Teil immer weiß ist. Beide Geschlechter habe eine Stirnlocke die der Walliser Schwarzhalsziege einen frechen Ausdruck verleiht. Die Hörner werden bei den Böcken bis zu 80 Zentimeter lang, die der Weibchen sind deutlich kürzer.
Auch heute noch wird die Walliser Schwarzhalsziege immer noch hauptsächlich im Schweizer Kanton Wallis gehalten. In den 1970er war sie vom Aussterben bedroht, heute sind die Bestände allerdings stabil. Wegen der imposanten Hörner und der attraktiven Fellfärbung ist sie auch häufiger Bewohner von zoologischen Einrichtungen.